Georg Buschmann

US-Präsident Donald Trump hat gegen mehrere europäische Länder, darunter Deutschland, Zusatzzölle in Höhe von zehn Prozent angekündigt. Auf seiner Plattform "Truth Social" schrieb Trump, die Zölle würden zum 1. Februar in Kraft treten. Betroffen sind neben Deutschland Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland. Zum 1. Juni solle der Satz auf 25 Prozent ansteigen, so Trump.
Hintergrund ist seine Absicht, das unter dänischer Verwaltung stehende Grönland einzunehmen. Die betroffenen Staaten hatten Dänemark, das Trumps Ansinnen ablehnt, unterstützt – etwa durch die Entsendung weniger Soldaten nach Grönland. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin sollen die deutschen Soldatinnen und Soldaten auf Grönland Bedingungen für gemeinsame Militärübungen prüfen. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu beitragen könne, sagte ein Sprecher.
Das deutsche Team - 15 Männer und Frauen - besteht demnach aus Logistikern und Experten unterschiedlicher Bereiche. Es war am Freitag auf Grönland eingetroffen. Am Samstag hatten in Dänemark und auf Grönland Tausende Menschen gegen die Annexionspläne des US-Präsidenten demonstriert. In Kopenhagen kündigten US-Parlamentarier an, das Gespräch mit US-Außenminister Marco Rubio suchen zu wollen.
Trump schrieb auf Truth Social, die Zölle blieben bestehen, "bis ein Deal für den kompletten und vollständigen Kauf von Grönland" durch die USA erreicht sei. Die Vereinigten Staaten seien "sofort" offen für Verhandlungen mit Dänemark.
(mit Material von dpa-AFX)






