Gastronomie beschert deutschem Gastgewerbe Umsatzplus im November
Berlin, 20. Jan (Reuters) - Das Gastgewerbe in Deutschland hat seinen Umsatz im November 2025 gesteigert.
Die Erlöse von Restaurants, Kneipen, Hotels und anderen Beherbergungsstätten kletterten um 2,8 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Inflationsbereinigt (real) gab es ein Plus von 2,5 Prozent. Im Vorjahresvergleich zeigen sich die teilweise deutlichen Preiserhöhungen in der Branche, die die Verbraucher in ihrem Geldbeutel spüren. Denn verglichen mit November 2024 hatten die Unternehmen zwar nominal 2,2 Prozent mehr in der Kasse, nach Abzug der Inflation lagen die realen Umsätze aber 1,2 Prozent unter dem Niveau vor Jahresfrist.
Die Entwicklung verlief in den beiden Hauptsparten des Gastgewerbes unterschiedlich. Der monatliche Zuwachs im November ist ausschließlich auf die Gastronomie zurückzuführen, deren Umsatz real um 3,9 Prozent zulegte. Das Hotel- und sonstige Beherbergungsgewerbe verzeichnete dagegen ein Umsatzminus von inflationsbereinigt 0,5 Prozent zum Vormonat.
Seit Januar 2026 ist die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie von 19 auf sieben Prozent gesunken. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erhofft sich davon neue Impulse. Offen ist, ob und wie stark Betriebe dies an ihre Kundschaft weiterreichen werden. Viele wollen die Entlastung in Investitionen, die Sicherung von Arbeitsplätzen und ein besseres Angebot stecken. Die Branche warnt zudem vor höheren Personalkosten, da der Mindestlohn zu Jahresbeginn auf 13,90 Euro je Stunde gestiegen ist.
(Bericht von Klaus Lauer; redigiert von Ralf Banser - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



