OMV-Tochter Borealis baut Produktion in Bayern aus

Das zum OMV-Konzern gehörende Petrochemieunternehmen Borealis investiert 49 Millionen Euro in den Ausbau seines Standorts im bayerischen Burghausen.
Mit dem Geld soll die Produktion neuartiger, besser recycelbarer Kunststoffe erweitert werden, wie der österreichische Konzern am Dienstag mitteilte. Die neue Technologie ermögliche es, komplexe Verbundmaterialien durch Lösungen aus nur einem Grundstoff zu ersetzen. Damit werde die Wiederverwertung erleichtert und Kunden könnten strengere EU-Vorgaben für Verpackungen besser erfüllen.
Der Standort im bayerischen Chemiedreieck ist eng in den Konzernverbund integriert: Die Muttergesellschaft OMV betreibt in Burghausen eine Raffinerie, die das Borealis-Werk direkt mit wichtigen Vorprodukten versorgt.
Die Investition fällt in eine Phase des Umbaus für Borealis. Das Unternehmen gehört zu 75 Prozent dem österreichischen Energiekonzern OMV und zu 25 Prozent der staatlichen Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc). Die Eigner treiben derzeit Pläne für einen Zusammenschluss voran: Borealis soll mit dem ebenfalls im Adnoc-Einflussbereich stehenden Petrochemieunternehmen Borouge und dem kanadischen Hersteller Nova Chemicals fusionieren. Borouge ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Adnoc und Borealis mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Durch den Zusammenschluss würde ein weltweit bedeutender Anbieter für Polyolefine entstehen. Der Abschluss der Fusion ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen.




