Rüstungskonzern CSG strebt größten Börsengang der Branche an

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Thema: Rüstung
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Prag, 20. Jan (Reuters) - Der tschechische Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) strebt den wohl größten Börsengang der Branche an.

Mit der für Freitag geplanten Notierung an der Amsterdamer ⁠Börse werde eine ‍Marktkapitalisierung von 25 Milliarden Euro angestrebt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Prag am Dienstag mit. Insgesamt sollen durch ‌die Ausgabe von bis zu 15,2 Prozent der Anteile 3,8 Milliarden Euro eingenommen werden. Der Ausgabepreis wurde ‍auf 25 Euro je Aktie festgelegt.

CSG profitiert wie die gesamte Branche von der hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine und zunehmenden globalen Spannungen. Das Interesse der Anleger ist hoch. Die Orderbücher seien bereits gefüllt und die Nachfrage übersteige das ‍Angebot, sagten mit dem Börsengang vertraute Personen ⁠der begleitenden Banken. Es wäre der größte Börsengang in Amsterdam seit dem Jahr 2006.

CSG ist einer der am schnellsten wachsenden Rüstungskonzerne der Welt. Das Unternehmen ‍stellt Munition, Radarsysteme sowie schwere Militärfahrzeuge her und expandiert in das Geschäft mit Flugzeugtriebwerken. Der Konzern befindet sich ⁠im Besitz des 33-jährigen Michal Strnad. Dessen Vater hatte in den 1990er Jahren mit dem Handel von altem Militärgerät aus Sowjet-Beständen begonnen.

Der Großteil des Erlöses aus dem Börsengang geht an ‍den Eigentümer. Strnad sollen netto knapp ‌drei Milliarden Euro zufließen, während CSG selbst rund 724 Millionen Euro für allgemeine Unternehmenszwecke zur Verfügung stehen werden. Sein Anteil wird nach der Aktiennotierung auf knapp 85 Prozent sinken. Für das laufende Jahr rechnet CSG mit einem Umsatzanstieg auf 7,4 bis 7,6 Milliarden Euro. Ab 2027 will der Konzern 30 bis 40 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausschütten.

(Bericht von Jan Lopatka und Jason Hovet unter Mitarbeit von Charlie Conchie; ⁠geschrieben von Anneli Palmen, redigiert von Ralf Banser; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‍Märkte).)

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