Bundesregierung bleibt vor Treffen in Rom bei Nein zu Commerzbank-Übernahme
Berlin, 22. Jan (Reuters) - Kurz vor den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen hat die Bundesregierung ihre ablehnende Haltung gegenüber einer Übernahme der Commerzbank durch die italienische Bank UniCredit bekräftigt.
"Die Bundesregierung setzt weiterhin auf die Eigenständigkeit der Commerzbank", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Man begrüße die im vergangenen Jahr von der Commerzbank ausgegebenen ambitionierten Ziele, auch im Interesse der Beschäftigten. "Wir sehen weiterhin eine positive Entwicklung bei der Commerzbank", betonte der Sprecher.
In Regierungskreisen hieß es, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr deutlich gemacht habe, dass ein unfreundliches Vorgehen durch die UniCredit inakzeptabel sei. Das gelte insbesondere, wenn es sich um eine systemrelevante Bank wie die Commerzbank handele.
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp kämpft weiter gegen eine Übernahme durch die UniCredit. Ihr nutzt dabei der hohe Aktienkurs, der UniCredit-Chef Andrea Orcel vor einem Übernahmeangebot zurückschrecken lässt. Am Freitag finden in Rom deutsch-italienische Regierungskonsultationen statt.
(Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



