Aufhellung in Deutschland

Eurozone: Unternehmensstimmung stagniert

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Artikel teilen:

LONDON (dpa-AFX) - Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich zu Beginn des Jahres nicht verändert. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex verharrte im Januar auf 51,5 Punkten, wie S&P am Freitag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 51,9 Punkte erwartet.

Der Stimmungsindikator bleibt weiter über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf eine zunehmende wirtschaftliche Aktivität hindeutet. Der Gesamtindikator lag bereits im gesamten Jahr 2025 über der Wachstumsschwelle.

In den einzelnen Bereichen der Wirtschaft zeigte sich zu Jahresbeginn eine unterschiedliche Entwicklung. Während sich die Stimmung in den Industriebetrieben verbesserte, hat sie sich im Bereich Dienstleistungen überraschend eingetrübt. Der Indikator für die Industriebetriebe liegt nach dem Zuwachs nur noch knapp unter der Expansionsschwelle.

"Das ist weiterhin eine nur sehr schwache Erholung", kommentierte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank. Für die kommenden Monate zeichne sich eine Fortsetzung des bisherigen Trends ab.

In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, verbesserte sich allerdings die Stimmung sowohl im Dienstleistungssektor als auch in der Industrie.

"Trotz aller geopolitischer Turbulenzen bleiben Konjunkturhoffnungen bestehen", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. In Deutschland hätten sich die Auftragsbücher in der Industrie zuletzt merklich gefüllt. "Eine bessere Industriekonjunktur in der größten Volkswirtschaft des Währungsraumes hätte eine positive Wirkung für den gesamten Währungsraum", sagte Gitzel.

In Frankreich zeigte sich hingegen ein gemischtes Bild. Hier hat sich die Stimmung im Bereich Dienstleistungen überraschend und deutlich verschlechtert. Der Indikator fiel zudem unter die Expansionsschwelle. Der Stimmungsindikator für die Industriebetriebe konnte hingegen überraschend zulegen.

Die Entwicklung im Überblick:

Region/Index            Januar        Prognose      Vormonat

EURORAUM
Gesamt                     51,5             51,9             51,5     
Industrie                   49,4             49,2             48,8
Dienste                     51,9             52,6             52,4

DEUTSCHLAND
Industrie                   48,7	          47,8             47,0
Dienste                     53,3             52,5             52,7

FRANKREICH
Industrie                   51,0             50,5             50,7
Dienste                     47,9             50,3             50,1

(Angaben in Punkten)

/jkr/jsl/jha/

Das könnte dich auch interessieren

Konjunkturdaten
Deutschland: Umsatz im Einzelhandel steigt leicht02. Feb. · dpa-AFX
Deutschland: Umsatz im Einzelhandel steigt leicht
Wettbewerbsfähigkeit stärken
VW und Stellantis: 'Made in Europe' soll Branche stärken05. Feb. · dpa-AFX
VW und Stellantis: 'Made in Europe' soll Branche stärken
Premium-Beiträge
85 Prozent Kursverlust seit 2021
Paypal: Das sind die Gründe für den langen Abwärtstrend04. Feb. · onvista