Georg Buschmann
Maximilian Nagel

Der Softwarekonzern Microsoft hat am Mittwochabend Zahlen vorgelegt. Das Unternehmen verzeichnete im Schlussquartal des Kalenderjahrs 2025 – gleichzeitig das zweite Quartal des Microsoft-Geschäftsjahr – einen Umsatz von 81,3 Milliarden Dollar. Als Gewinn je Aktie nach dem Rechnungslegungs-Standard GAAP blieben 5,16 Dollar. Das ist ein Plus von 58 Prozent ohne Währungseffekte und deutlich mehr Gewinn als Analysten erwartet hatten.
Trotz der guten Umsatz- und Gewinnzahlen gab der Aktienkurs in einer ersten Reaktion im nachbörslichen US-Handel um rund 6,5 Prozent nach auf unter 450 Dollar.
Analysten der Aktie hatten Umsätze von rund 80,3 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 3,92 Dollar je Aktie prognostiziert. Im Vorjahresquartal hatte Microsoft 69,6 Milliarden Dollar erlöst, unterm Strich blieben davon damals 3,23 Dollar Gewinn je Aktie.
Microsoft ist eine den sogenannten „Magnificent Seven“, einer Reihe von vielbeachteten Tech-Aktien. Daher gehört der Konzern zu den größten Kurstreibern am US-Aktienmarkt. Obendrein investiert Microsoft massiv in den Ausbau von Kapazität für Künstliche Intelligenz (KI) – Analysten gehen von insgesamt 99 Milliarden US-Dollar an Kapitalinvestitionen im laufenden Geschäftsjahr, welches im Juni endet, aus.
Für das zweite Quartal lagen die Schätzungen bei 36,3 Milliarden Dollar, 60 Prozent mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres. Trotz dieser massiven Investitionen in den KI-Boom entwickelte sich Microsofts Aktie zuletzt schlecht. Seit einem Hoch bei 542 Dollar im November ging es stetig nach unten (siehe Chart oben). Die jetzt veröffentlichten Quartalszahlen bringen zumindest zunächst keine Trendwende.



