Novo Nordisk gibt mauen Ausblick - Aktie rutscht steil ab

Enttäuschung für Novo-Aktionäre: Der für die Abnehmmittel Ozempic und Wegovy bekannte Konzern hat am Dienstagabend eine trübe Geschäftsentwicklung in Aussicht gestellt. Bei gleichbleibenden Wechselkursen erwartet Novo Nordisk im laufenden Jahr einen Umsatzrückgang von fünf bis 13 Prozent. Analysten hatten nur mit einem Minus von rund 1,4 Prozent gerechnet.
Der Erfolg mit den Abnehmspritzen schickte Novos Aktie auf eine beispiellose Rally, ehe Mitte 2024 ein Abwärtstrend einsetzte, bedingt durch eine immer härtere Konkurrenz am Markt. Zudem drängt die US-Regierung die Branche aktuell zu niedrigeren Preisen. Auch das lastet auf den erwarteten Umsätzen. Laut Bloomberg vermeldete Novo zuletzt 2017 einen fallenden Jahresumsatz. Damals setzte ein Preiskampf bei Insulin in den USA dem Geschäft zu.
Der Markt reagierte enttäuscht auf den prognostizierten Umsatzrückgang. Im außerbörslichen Handel bei der Plattform Lang & Schwarz (L&S) fiel die Aktie um 13,7 Prozent. Damit sind die bisherigen Jahresgewinne der Aktie wieder verloren.
Zeitgleich mit der Prognose vermeldete Novo Zahlen zum abgelaufenen Jahr. 2025 stieg der Umsatz um sechs Prozent auf gut 309 Milliarden dänische Kronen (rund 41,4 Mrd. Euro), währungsbereinigt lag das Plus bei zehn Prozent - und damit im Rahmen der Anfang November gesenkten Prognose.
Das operative Ergebnis fiel um ein Prozent auf 127,7 Milliarden Kronen, wobei sich Währungseffekte negativ bemerkbar machten. Unter dem Strich verdiente Novo Nordisk mit 102,4 Milliarden Kronen ein Prozent mehr. Die Veröffentlichung der Zahlen war ursprünglich für den Mittwoch geplant. Dort will das Unternehmen in einer Telefonkonferenz über weitere Details informieren.
(mit Material von dpa-AFX)





