Italien-Pläne zehren bei Credit Agricole am Gewinn

dpa-AFX · Uhr

PARIS (dpa-AFX) - Hohe Kosten für den Umbau des Italien-Geschäfts haben der französischen Großbank Credit Agricole Ende 2025 einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im vierten Quartal verdiente das Institut gut eine Milliarde Euro und damit 39 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie es am Mittwoch in Paris mitteilte. "Wir haben sehr ehrgeizige eigenständige Ziele für Credit Agricole Italia", sagte Bankchef Olivier Gavalda. Das Vorhaben, die Verwaltungskosten der italienischen Tochtergesellschaft zu senken, kostete allerdings erst einmal Geld.

Unterdessen will die Bank laut Gavalda noch entscheiden, ob sie ihren Anteil an der italienischen Konkurrentin Banco BPM weiter erhöht. Die Credit Agricole hatte ihre Beteiligung an Banco BPM zuletzt auf gut 20 Prozent ausgebaut. Eine weitere Erhöhung sei derzeit kein Thema, sagte Gavalda. Die Einbeziehung in die Konzernzahlen drückte den Gewinn des französischen Geldhauses im vierten Quartal um gut 600 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr verdiente die Bank mit knapp 7,1 Milliarden Euro praktisch genauso viel wie 2024. Zwar stiegen die Erträge um gut drei Prozent auf 28,1 Milliarden Euro. Doch die Bank legte mehr Geld für mögliche Kreditausfälle zur Seite, und die Betriebskosten wuchsen um knapp fünf Prozent. Dennoch soll die Dividende um drei Prozent auf 1,13 Euro je Aktie steigen./stw/mne/stk

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