Börse am Morgen 06.02.2026

Dax notiert unverändert - Stellantis-Aktie unter Druck

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Jemand geht vor dem Dax-Logo vorbei.
Quelle: Adobe.com/PhotoGranary

 Zunehmende Zweifel an hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz belasten am Freitag erneut den deutschen Aktienmarkt. Der Dax  versucht sich zu stabilisieren und pendelte eine Stunde nach dem Xetra-Start mit 24.481 Punkten um seinen Vortagesschluss. Die seit Jahresanfang verzeichneten Gewinne sind aufgezehrt.

Mit einem zweistelligen Kursrutsch bei Amazon im nachbörslichen US-Handel hatte sich gezeigt, wie hartnäckig sich die KI-Sorgen der Anleger halten. Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Damit liegt Amazon noch über dem Investitionsvolumen der Google-Mutter Alphabet. Amazon werde zunächst darunter leiden, dass die Anleger hohe Investitionen ohne konkreten Umsatzerfolg sehr kritisch sehen, kommentierten Analysten von Goldman Sachs.

Größter Gewinner im Dax war Rheinmetall mit einem Zugewinn von knapp zwei Prozent, Siemens Healthineers zierte mit einem Abschlag von vier Prozent das Tabellenende.

Stellantis verliert zweistellig

Der Fiat- und Chrysler-Mutterkonzern Stellantis ist im vergangenen Jahr angesichts eines teuren Umbaus weg von seinem US-Elektroautokurs tief in die Verlustzone gerutscht und will keine Dividende zahlen. Das Zurücksetzen der Strategie gehe einher mit einer Abschreibung von fast 22 Milliarden Euro, hieß es am Freitag von der Opel-Mutter in Amsterdam. Knapp 15 Milliarden davon gehen drauf für die Umkehr bei Elektroautos auf dem wichtigen US-Markt, weil der Konzern in Folge der von US-Präsident Donald Trump gestrichenen Elektroautoförderung und geänderter Abgasrichtlinien Modelle streicht und mit den technischen Plattformen künftig wohl weniger Geld verdienen wird.

Die Aktie sackte erneut kräftig ab. Nach dem Handelsauftakt verlor das Papier in Paris zuletzt knapp ein Fünftel und fiel zeitweise auf ein Rekordtief. Bereits am Vortag hatte der Kurs fast sechs Prozent eingebüßt. Auf Sicht von einem Jahr hat die Aktie rund die Hälfte an Wert verloren. Jefferies-Analyst Philippe Houchois sprach in einer ersten Reaktion von rekordhohen Belastungen bei Stellantis. Für die Kehrtwende werden über die kommenden Jahre auch Auszahlungen von Finanzmitteln in Höhe von 6,5 Milliarden Euro bei Stellantis fällig - dieses Jahr will das Management daher keine Dividende an die Aktionäre ausschütten. Zudem will sich das Unternehmen frisches Geld in Höhe von bis zu 5 Milliarden Euro über die Ausgabe neuer Anleihen besorgen, um die Bilanz zu stärken.   (mit Material von dpa-AFX)

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