Französische Bank Societe Generale zuversichtlich - Chef-Vertrag verlängert
Paris, 06. Feb (Reuters) - Die französische Großbank Societe Generale blickt nach einem überraschend starken Schlussquartal optimistischer in die Zukunft.
Als Zeichen des Vertrauens verlängerte der Verwaltungsrat den Vertrag von Bankchef Slawomir Krupa ab 2027 um weitere vier Jahre, wie die zweitgrößte börsennotierte Bank Frankreichs am Freitag mitteilte. Im vierten Quartal kletterte der Nettogewinn dank Sparmaßnahmen und eines starken Privatkundengeschäfts um 36 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro. Damit übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten deutlich. Für 2026 peilt das Management nun eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von mehr als zehn Prozent an, nachdem zuvor eine Spanne von neun bis zehn Prozent in Aussicht gestellt worden war.
Während das französische Privatkundengeschäft sowie die Versicherungs- und Vermögensverwaltungssparten glänzten, schwächelte das Investmentbanking. Die Erträge in diesem Bereich sanken um 2,3 Prozent. Besonders der Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) brach um gut 13 Prozent ein – ein deutlicher Kontrast zu Konkurrenten wie BNP Paribas oder der Deutschen Bank, die hier Zuwächse verzeichneten.
SocGen-Chef Krupa, der einen strikten Sparkurs fährt, hat das Vertrauen der Investoren zurückgewonnen: Die Aktie legte in den vergangenen zwölf Monaten um rund 140 Prozent zu und entwickelte sich damit deutlich besser als der europäische Bankensektor. Die Aktionäre sollen zudem von einem neuen Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,46 Milliarden Euro profitieren.
(Bericht von Mathieu Rosemain, geschrieben von Myria Mildenberger, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


