Milliarden für Siemens und Stadler für fahrerlose S-Bahn in Kopenhagen

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Siemens und der Schweizer Stadler-Konzern liefern Hunderte fahrerlose S-Bahnen für Kopenhagen. Das Auftragsvolumen für das Konsortium umfasst rund drei Milliarden Euro, wie die Unternehmen mitteilten.

Konkret geht es um 226 Züge samt Wartung für 30 Jahre mit einer Option auf bis zu 100 weitere Züge. Laut Siemens entsteht das weltweit größte offene Bahnsystem mit automatisiertem Zugbetrieb.

Der Kunde, die Dänischen Staatsbahnen (DSB), spricht von der größten Investition in der 90-jährigen Geschichte der S-Bahn in Kopenhagen. Durch den Übergang zum vollautomatischen Betrieb will DSB die Frequenz und Kapazität erhöhen. Teilweise werde es bis zu 35 Prozent mehr Abfahrten geben und zehn Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr bedeuten.

Im zentralen Netz sollen die Züge dann in der Hauptverkehrszeit in einem Intervall von nur noch eineinhalb Minuten fahren. 2025 waren rund 111 Millionen Passagiere in der dänischen Hauptstadt mit der S-Bahn unterwegs, Tendenz steigend. Die ersten neuen Züge sollen von 2032 an in Betrieb gehen, der Rest bis 2040 folgen.

Siemens ist Konsortialführer

Wie sich das finanzielle Auftragsvolumen auf die beiden Partner verteilt, wurde nicht näher genannt. Siemens ist allerdings der sogenannte Konsortialführer und übernimmt die elektrische Ausrüstung, einschließlich Antriebs- und Bremstechnik, Bordstromversorgung, Fahrzeug- und Zugsteuerung, Fahrgastinformationssystem sowie Drehgestelle.

Stadler liefert die Wagenkästen, die Kupplungen, die gesamte Innenausstattung und Sitze, Klimaanlagen sowie Türen und übernimmt zudem die Endmontage der Züge. Die Wartung liegt bei Siemens.

Es ist nicht der erste Auftrag für den Münchner Dax -Konzern in Kopenhagen. Die Partnerschaft bestehe seit vielen Jahren, betonte Michael Peter, der Chef der im Konzern zuständigen Sparte Siemens Mobility. "Wir modernisieren bereits das S-Bahn-Netz mit neuster Signaltechnik für den vollautomatischen Betrieb bis 2033 im Auftrag von Banedanmark und DSB."/ruc/DP/jha

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