Eurokurs steigt vor wichtigen US-Daten – geht noch mehr?
Henry Philippson

Der Eurokurs in Dollar fiel in der abgelaufenen Handelswoche zunächst erwartungsgemäß auf 1,1800 Dollar je Euro. Das Gros der Handelswoche konsolidierte der Kurs des Währungspaars dann um die 1,18er-Marke, bevor zum Wochenschluss erneut Euro-Stärke aufkam gegenüber dem US-Dollar. Diese Stärke setzt sich zu Beginn der neuen Handelswoche nahtlos weiter fort und der Kurs steigt zurück in den oberen 1,18er-Bereich.
Ausblick:
Nach einem eher ruhigen Wochenauftakt ohne nennenswerte Daten beginnt die Woche am Dienstag mit den US-Einzelhandelsumsätzen so richtig. Sie geben Hinweise auf das Weihnachtsgeschäft. Es wird erwartet, dass sich die US-Konsumenten weiterhin widerstandsfähig zeigen, wie bereits im letzten Jahr. Das ist ein Bereich, der der US-Notenbank (Fed) bislang wenig Sorgen bereitet und ihr Flexibilität für ein Beibehalten der Zinssätze gibt.
Am Mittwoch folgt der erste wichtige Teil des neu terminierten US-Arbeitsmarktberichts. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls) soll auf 70.000 steigen, nach 50.000 im Dezember. Zum Abschluss der Handelswoche gibt es dann noch wichtige Inflationsdaten aus den USA: Um 14:30 Uhr am Freitag stehen Inflationsdaten (US-Konsumentenpreise) an. Insgesamt also eine erneut sehr spannende Handelswoche - für ordentlich Bewegung dürfte aufgrund der Vielzahl an wichtigen Makro-Daten gesorgt sein.
Charttechnischer Ausblick:
Nach dem erfolgreichen erneuten Test der Trendlinie (schwarz im Tageschart unten) am vergangenen Freitag steigt der Eurokurs tendenziell wieder. Nach einer Konsolidierung der kräftigen Aufwärtsreaktion zum Wochenstart ist im Wochenverlauf aus charttechnischer Sicht erneut mit anziehenden Kursen in den Bereich 1,2000 bis 1,2200 Dollar zu rechnen.
Vorausgesetzt, das Währungspaar rutscht nun nicht mehr per Stundenschluss unter die 1,18er-Marke ab. In dem Falle wäre das präferierte Aufwärtsszenario hinfällig.

Wichtige Daten & Termine im Wochenverlauf:
Montag: nur Daten aus der zweiten Reihe
Dienstag: 14:30 Uhr US-Einzelhandelsdaten
Mittwoch: 14:30 Uhr US-Arbeitsmarktbericht
Donnerstag: 14:30 Uhr US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Freitag: 14:30 Uhr US-Konsumentenpreise
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