KI-Strombedarf treibt an

Siemens Energy setzt Rekordlauf fort

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: T. Schneider/Shutterstock.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Siemens Energy sind am Mittwoch bei Anlegern wie schon seit vielen Monaten heiß begehrt. Die Rekordjagd, die im Oktober 2024 mit einer Bestmarke begonnen hatte, setzte sich am Vormittag nach Zahlen zum ersten Geschäftsquartal zunächst fort. Ein Rückschlag vom Vortag wurde mehr als nur aufgeholt und erstmals wurden Kurse über 160 Euro für die Aktien bezahlt. Zuletzt war der Aufschlag mit 158,70 Euro immer noch 5,4 Prozent groß.

Analyst Gael de-Bray von Deutsche Bank Research wies angesichts der weiterhin guten Kursentwicklung darauf hin, dass die schon hohen, eingepreisten Erwartungen mit den Resultaten für das erste Geschäftsquartal noch übertroffen worden seien. Der Energietechnikkonzern profitierte weiter von einer hohen Stromnachfrage und verzeichnete dabei Rekordaufträge.

Lucas Ferhani vom Investmenthaus Jefferies sprach von einem "starken Jahresauftakt", der getrieben sei vor allem von der Nachfrage im Gasturbinengeschäft, das den Auftragseingang aus eigener Kraft im Quartal um mehr als 80 Prozent steigern konnte. Ein weiterer Wachstumstreiber war die Netztechnik. Neben den Auftragseingängen haben laut Ferhani auch der bereinigte Gewinn und der freie Finanzmittelfluss weit über den Erwartungen gelegen.

Durch die Kursgewinne vom Mittwoch steigerten die Siemens-Energy-Aktien ihr Jahresplus auf mehr als 30 Prozent, was sie 2026 zum bislang besten Dax-Wert macht. Diese Rolle hatten sie 2024 schon inne und 2025 unter den Indexmitgliedern immerhin den zweiten Platz eingenommen. Die beeindruckende Rally wurde zuletzt weiter angetrieben von der Hoffnung darauf, dass das Unternehmen eine wichtige Rolle beim Trendthema der Künstliche Intelligenz spielt. So brauchen KI-Rechenzentren riesige Strommengen.

Im Oktober 2023 hatte der Kurs von Siemens Energy mit 6,40 Euro noch auf einem Rekordtief gestanden wegen einer Schieflage der Windkrafttochter Gamesa. Davon ausgehend, sind sie mittlerweile das 25-fache wert. Die Rally ist damit noch etwas beeindruckender als jene von Rheinmetall , die 2022 bis zum russischen Überfall auf die Ukraine noch weniger als 100 Euro kosteten und im Oktober bei knapp über 2000 Euro ihre Spitze fanden, von der sie sich längst verabschiedet haben./tih/ag/mis

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