Rüstungskonzern TKMS hebt Umsatzprognose an

Reuters · Uhr
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Düsseldorf/Frankfurt, 11. ⁠Feb (Reuters) - Der Rüstungskonzern TKMS hat nach den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 seine Umsatzprognose angehoben.

Die Erlöse sollten gegenüber dem Vorjahr um zwei bis fünf Prozent steigen, teilte die Thyssenkrupp-Tochter am Mittwoch mit. Bislang hatte TKMS im laufenden Geschäftsjahr ein Wachstum von ein bis ‌zwei Prozent erwartet. Im ersten Quartal lag der Umsatz bei 545 Millionen Euro nach 550 Millionen vor Jahresfrist. Mit 26 Millionen Euro fuhr der Konzern ein ⁠stabiles bereinigtes ⁠Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ein. Die Ebit-Marge verbesserte sich auf 4,8 Prozent von 4,7 Prozent. Sie soll im laufenden Jahr auf über sechs Prozent zulegen.

"TKMS bleibt auf Erfolgskurs", sagte Konzernchef Oliver Burkhard. Der Auftragsbestand habe mit 18,7 Milliarden Euro eine neue Höchstmarke erreicht. Der U-Bootbauer profitiert von der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Waffen ‌und Munition. Thyssenkrupp hatte das Unternehmen im Oktober an ‌die Börse gebracht, hält aber weiterhin die Mehrheit. Inzwischen sind beide Unternehmen im Nebenwerteindex MDax notiert.

STARKE KONKURRENZ IM RENNEN UM U-BOOT-AUFTRAG IN KANADA

TKMS hofft auf weitere milliardenschwere U-Boot-Aufträge. Der Konzern ⁠sei in Kanada einer von nur noch zwei verbliebenen Bewerbern im Rennen um bis ‌zu zwölf U-Boote ausgewählt worden. Bei den ⁠Bemühungen um einen Zuschlag habe TKMS in den vergangenen Monaten Fortschritte gemacht, sagte Burkhard. Bei dem Konkurrenten handelt es sich um die Hanwha Group aus Südkorea. Diese wirbt unter anderem damit, bis 2040 in Kanada mindestens ‌200.000 Arbeitsplätze zu schaffen. In Indien hat ⁠TKMS Burkhard zufolge gemeinsam mit seinem lokalen ⁠Partner die finalen Verhandlungen über einen Auftrag für sechs U-Boote aufgenommen.

Auf der Stelle tritt TKMS offenbar bei seinen Bemühungen um eine Übernahme der benachbarten Werft German Naval Yards Kiel (GNYK). Die Gespräche würden zwar fortgesetzt, sagte Burkhard. TKMS würde aber gerne den nächsten Schritt machen zu einer Due Diligence. "Aus unserer Sicht wäre das möglich. Wir haben aber noch nicht dieses Stadium erreicht." TKMS wolle im ersten Quartal Klarheit haben, ob der Konzern die Bücher von GNYK

prüfen könne oder aus ⁠dem Prozess aussteige.

(Bericht von Tom Käckenhoff, Christoph Steitz; redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen ‌und Märkte).)

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