Siemens Energy legt zum Jahresauftakt kräftig zu
Düsseldorf, 11. Feb (Reuters) - Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres seinen Gewinn gesteigert und die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis habe sich auf 1,16 Milliarden Euro mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Dabei habe der Konzern auch von einem besseren Ergebnis der Problemtochter Gamesa profitiert. Diese schrieb zwar vor Sondereffekten einen Verlust von 46 Millionen Euro. Vor Jahresfrist hatte Gamesa aber noch einen Fehlbetrag von 374 Millionen Euro verbucht.
Für das Geschäftsjahr erwartet das Management im Gesamtkonzern weiterhin unter anderem ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse in der Bandbreite von elf bis 13 Prozent und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen neun und elf Prozent. Gamesa soll die Gewinnschwelle erreichen.
"Der Start in das Geschäftsjahr ist für uns sehr erfolgreich verlaufen", sagte Vorstandschef Christian Bruch. Besonders die anhaltend hohe Nachfrage im Geschäft mit Gasturbinen und Netztechnik habe einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung geleistet. Auch im Windgeschäft zeichne sich eine leichte Verbesserung ab.
Der Auftragseingang sei im ersten Quartal mit 17,6 Milliarden Euro so hoch wie noch nie ausgefallen. Die kräftige Nachfrage habe über alle Regionen und Technologien hinweg auf einer breiten Basis gestanden, unterstützt durch den starken Ausbau von Rechenzentren. Der Umsatz stieg um 12,8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro.
Siemens Energy profitiert von dem weltweit wachsenden Strombedarf. Dieser wird getrieben durch Bevölkerungswachstum und steigende Lebensstandards, die zunehmende Elektrifizierung sowie den steigenden Strombedarf von Rechenzentren, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
(Bericht von Tom Käckenhoff, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

