Trading-Chance Gold: Aufwärts vor dem Crash?
Wir erleben derzeit bei den Edelmetallen absolut historische Entwicklungen. Lediglich 1980 gab es, während der sogenannten Gebrüder Hunt Krise, annähernd vergleichbare Entwicklungen. Warum es sehr kurzfristig noch etwas Erholungspotenzial gibt, ehe dann eine weitere Verkaufswelle zu erwarten ist, was die Margin-Anforderungen damit zu tun haben, und wie wir einen Short-Einstieg timen, erfahren Sie in unserem aktuellen Artikel.

Das Margin-System
Wenn Sie bislang nur Hebelprodukte handeln, sind Ihnen diese Probleme von den Emittenten abgenommen worden. Doch im realen Marktgeschehen privater, institutioneller und kommerzieller Händler sind die Margins ein bedeutender Faktor. Die Margin ist die Sicherheitsleistung, ähnlich einer Kaution bei der Miete für eine Wohnung, ein Hauses oder ein Autos, die der Halter einer Futures-Position zu hinterlegen hat. Damit sollen etwaige Schwankungsrisiken, die zum Beispiel über Nacht oder über das Wochenende adhoc zu enormen Kursschwankungen führen können, abgefedert werden. In ruhigen Zeiten, wenn die Markt-Volatilität niedrig ist, sind die Margin-Anforderungen gering. Doch je volatiler ein Markt wird, desto größer die Risiken für die Halter von Positionen und folgerichtig umso höher werden die Margin-Anforderungen.
Nun überlegen Sie mal, was die Konsequenz für Sie wäre, wenn der Vermieter Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses sie anruft und sagt: „Ab morgen beträgt die Kaution 50.000 €!“ und nicht wie bislang 5000 €. Einige werden zähneknirschend die erhöhte Kaution hinterlegen, weil sie viel Geld haben. Aber für den Normalsterblichen würde die Konsequenz sein, dass er die Wohnung nicht mehr halten kann und ausziehen muss. Und genau das passiert auch, wenn die Margins für einen Future angehoben werden. Die Margin für Gold war lange Zeit im Bereich um 6000-8000 Dollar, ging dann anlässlich der Krisen der letzten Jahre auf 10.000 Dollar rauf, wo sie länger verweilte. Mit Einsetzen der drastischen Trendbeschleunigung im Goldpreis wurde die Sicherheitsleistung in mehreren Schritten massiv erhöht. Vor wenigen Wochen hatte es den Sprung von 15.000 auf 25.000 Dollar Margin gegeben, dann auf 35.000 Dollar, und inzwischen liegen wir bei knapp 47.000 Dollar Margin für einen Gold-Kontrakt. Das entspricht 9,3 Prozent. Ein Gold-Kontrakt kontrolliert 100 Unzen bzw. hat einen Wert von 100 Dollar je Dollar im Goldpreis. Bei einem Goldpreis von aktuell 5050 sind das 5050 x 100 = 505.000 Dollar Kontraktwert. Die gegenwärtige Margin in Höhe von 46.654 Dollar entspricht 9,23 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Gebrüder Hunt Krise im Jahr 1980 hatte die Börse die Margin auf 11,76 Prozent angehoben.
Um das Niveau der Hunt-Krise von 1980 zu erreichen, müssen wir die Margin nicht in absoluten Dollars, sondern in Relation zum Gesamtwert des Kontrakts (der sogenannten „Margin-Abdeckung“) betrachten.
Im Januar 1980 betrug der Goldpreis im Peak rund 850 $. Die Margin wurde auf 10.000 $ angehoben. Da ein Gold-Kontrakt 100 Unzen umfasst, kontrollierte ein Trader damals einen Wert von 85.000 $ pro Kontrakt.
Die Rechnung: 1980 vs. Heute
Margin-Abdeckung 1980:
85.000$ (Kontraktwert)10.000$ (Margin)≈11,76%
(Ein Hebel von nur noch ca. 1:8,5)
Übertragung auf heute (bei Gold 5.050 $): Ein Kontrakt (100 Unzen) hat aktuell einen Nominalwert von 505.000 $. Um die restriktive Politik von 1980 zu spiegeln, müsste die Margin also 11,76 % dieses Wertes betragen:
505.000$×0,1176≈59.388$
Damit die Situation heute so „erstickend“ für Spekulanten ist wie damals bei den Hunt-Brüdern, müsste die CME die Margin von den aktuellen etwa 47.000 $ auf zirka 59.400 $ anheben.
Warum die heutigen 47.000 $ trotzdem „gefährlicher“ sind
Obwohl wir rein prozentual noch nicht ganz beim 1980er-Niveau sind, ist die psychologische und systemische Wirkung heute vermutlich sogar stärker:
Absolute Summe: 47.000 „totes Kapital“ pro Kontrakt zu binden, ist für die meisten privaten und mittelgroßen Trader eine unüberwindbare Hürde.1980 waren 10.000 zwar viel Geld, aber die Liquidität im heutigen Marktsystem ist durch Algorithmen und Hochfrequenzhandel viel empfindlicher für Margin-Sprints.
Volatilitäts-Hebel: Bei einem Preis von 5.050 $ bedeutet eine 1-prozentige Bewegung bereits einen Gewinn/Verlust von 5.050 $. Das ist mehr als 10 % der aktuellen Margin. Ein Trader, der nur die Mindest-Margin hinterlegt hat, ist bei einer 10-prozentigen Korrektur (die in Gold jederzeit möglich ist) komplett pleite.
Was passiert, wenn wir die 60.000 $ Margin-Marke knacken?
Sollte die CME tatsächlich Richtung 60.000 $ gehen (das Hunt-Niveau), würde wahrscheinlich folgendes passieren:
1. Massive Kapitulation: Ein Großteil der verbliebenen spekulativen Long-Positionen müsste zwangsliquidiert werden.
2. Austrocknen der Liquidität: Der Spread (Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis) würde sich massiv ausweiten, da kaum noch jemand bereit ist, das Risiko einzugehen.
3. Preissturz: Historisch gesehen war das Erreichen dieses „Margin-Abdeckungs-Maximums“ immer der Vorbote für einen Preissturz von 20 % bis 30 %.
4h-Forecast für den Goldpreis
Nun wollen wir schauen, ob wir den Einstieg in einen Short besser timen können. Dazu bedienen wir uns dem RW Forecast für den Goldpreis. Dieses Instrument hat RealMoneyTrader-Gründer René Wolfram vor über 15 Jahren entwickelt. Es basiert auf dem fundamentalen Zusammenhang zwischen den Zinsmärkten (Anleihen) und dem Goldpreis. Gold reagiert mit leichtem Zeitversatz auf die Veränderungen am Zinsmarkt. Dadurch können wir ausgezeichnet die potenziellen Aufs und Abs des beliebten Edelmetalls antizipieren. Im Chart sehen Sie unten den Forecast. In den Chart des Goldpreises darüber haben wir die korrekten Prognosen rot gekennzeichnet und Fehlprognosen gelb. Es geht stets um die Schwungrichtung (aufwärts oder abwärts) und das Timing (von wann bis wann), nicht aber um die Dimension (x% oder höher als das vorherige Hoch).
Das auf den 4-Stunden-Chart lautende Prognose-Tool zeigt eine beachtliche Prognosesicherheit, die wir uns immer wieder zu Nutzen machen können. Laut dem Forecast soll Gold sich zwischen heute 4 Uhr (nachts) und Freitag 8 Uhr früh tendenziell aufwärts bewegen. Von da an bis Mittwoch zeigt der Forecast gen Süden.

Wochenend-Effekt
Spannend ist auch, dass es einen Effekt der Schwäche von freitags Handelsende (23 Uhr) bis montags Handelsende gibt. Dabei treten nicht selten sogar negative Gaps (Abwärtslücken) auf, wenn es am Wochenende keine neuen Krisen gegeben hat. Dieses Setup hat eine Trefferquote von 58 Prozent. Wenn der Goldpreis an dem Freitag in den oberen 25 Prozent der Wochen-Range (Hoch-Tief) schließt, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 64,2 Prozent, dass der Goldpreis montags zum Handelsende niedriger notiert, als zum Handelsende am Freitag davor. Im Schnitt verliert Gold in diesem einen Tag (und über das Wochenende) 0,32 Prozent. Schließt der Goldpreis am Freitag gar in den oberen 10 Prozent der Wochen-Spanne, so erhöht sich die Trefferquote auf sagenhafte 71,6 Prozent, und der durchschnittliche Preisrückgang des Edelmetalls zwischen 23 Uhr Freitag und 23 Uhr Montag wandert auf minus 0,48 Prozent.
Huge Range Open
So heißt eine einfache und sehr effektive Strategie von René Wolfram, die auch im Goldpreis angewendet wird. Dabei wird eine eventuelle Rückkehr an den Eröffnungskurs von enormen Impulskerzen, wie wir sie bei Gold am Tag des letzten Abverkaufs hatten, in Impulsrichtung gehandelt. Im konkreten Fall würde das ein Abstauber-Limit Short bei 5400-5408 Dollar bedeuten und ein anschließendes Ziel von 4750 Dollar.
Fazit
Wir haben ein attraktives Trading-Szenario im Goldpreis, welches ein tolles Chance-/Risiko-Verhältnis (CRV) bietet. Das Potenzial für eine mögliche zweite Verkaufswelle ist kurzfristig groß und langfristig absolut enorm. Um von einem bearishen Szenario beim gelblich schimmernden Edelmetall profitieren zu können, haben wir für Sie ein passendes Produkt ausgesucht, welches wir Ihnen nachfolgend vorstellen möchten.
Open end Turbo Bear Optionsschein auf Gold
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end Turbo Bear Optionsschein des Emittenten UnioCredit ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 5524,444 USD. Bei einem aktuellen Preis von 5052 US-Dollar ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 10,66. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet UN3Y5J.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 5400/5408 USD
Unterstützungen: 4950 und 4750 USD
Open end Turbo Bear Optionsschein auf Gold
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.




