Wafer-Hersteller Siltronic erwartet steigende Verluste

Reuters · Uhr
Artikel teilen:

München, 12. ⁠Feb (Reuters) - Der Münchner Chip-Zulieferer Siltronic wird 2026 noch tiefer in die roten Zahlen rutschen. Der Umsatz werde noch einmal um rund fünf Prozent schrumpfen, erklärte ‌der Vorstand am Donnerstag. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) werde mit 20 bis 24 (2025: 23,5) wohl erneut unter dem ⁠Vorjahr ⁠liegen, während die Abschreibungen auf die Investitionen in die Produktion von 300-Millimeter-Siliziumscheiben (Wafer) stark auf 490 bis 520 (343) Millionen Euro steigen dürften. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit), das bereits im vergangenen Jahr ‌mit 26 (2024: plus 125) Millionen ‌Euro in die Verlustzone abgerutscht war, werde nochmals deutlich zurückgehen.

Als Gründe für die trüben Aussichten nennt der Siltronic-Vorstand ⁠die fortgesetzte Dollar-Schwäche, eine rückläufige Nachfrage nach kleineren 200-Millimeter-Wafern, ‌den anhaltenden Preisdruck und ⁠die Auswirkungen der Schließung der 150-Millimeter-Produktionslinie im bayerischen Burghausen. Dem will Siltronic begegnen, indem die Investitionen deutlich auf 180 bis 220 Millionen ‌Euro gedrosselt werden.

Bereits Anfang ⁠des Monats hatte sich Vorstandschef ⁠Michael Heckmeier trotz eines Lichtblicks im vierten Quartal pessimistisch gezeigt. Nachhol- und Vorzieheffekte belasteten das Geschäft zu Jahresbeginn 2026, und an der Schwäche im 200-Millimeter-Markt werde sich so schnell nichts ändern. Im Vordergrund stünden bei Siltronic vorerst weiter Sparmaßnahmen.

(Bericht von Alexander Hübner, redigiert von Sabine Ehrhardt. ⁠Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)