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Die große Edelmetall-Analyse Teil 2

Trading-Chance Platin: Nach Absturz neue Chance!

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Im zweiten Teil unseres großen Edelmetall-Reports haben wir Platin im Fokus. Das Edelmetall erwachte nach einer langen lethargischen Phase aus seinem Dornröschenschlaf und übertrumpfte den restlichen Sektor bei weitem. Durch die Margin-Erhöhungen gerieten alle Edelmetalle vorübergehend unter Druck, und auch der Platinpreis sackte massiv ab. Erst nahe 2000 Dollar stabilisierte sich der Preis. Nun eröffnet sich eine neue Chance für mutige Spekulanten.

Quelle: onvista

Platin unter der Lupe

Platin ist im Vergleich zu Gold und Silber das deutlich „industriellere“ Edelmetall und befindet sich aktuell in einer spannenden fundamentalen Umbruchphase. Hier ist die Analyse der wichtigsten Eckpfeiler:

1. Verwendung: Zwischen Tradition und Zukunft

Platin ist ein technisches Multitalent. Traditionell wird Platin in Diesel-Katalysatoren zur Abgasreinigung eingesetzt. Aufgrund seines hohen Schmelzpunktes und seiner Korrosionsbeständigkeit ist es unverzichtbar in der Glas- und Chemieindustrie (Katalysatoren für Düngemittel).

·         Wasserstoffwirtschaft: Dies ist der größte künftige Wachstumstreiber. Platin wird sowohl in Elektrolyseuren (Erzeugung) als auch in Brennstoffzellen (Nutzung in LKW/Zügen) benötigt.

·         Schmuck & Investment: Hier spielt es eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu Gold, gilt aber als exklusiver „Store of Value“.

2. Bestände: Die Gefahr der Knappheit

Platin ist etwa 30-mal seltener als Gold. Die geografische Konzentration ist extrem. Über 70 % der Weltförderung stammen aus Südafrika. Die Bestände in den Lagerhäusern (NYMEX/LPPM) sind historisch betrachtet auf einem niedrigen Niveau. Da die Minenproduktion in Südafrika oft durch Energieprobleme (Stromausfälle) und Streiks unterbrochen wird, reagiert das Angebot extrem unflexibel auf Nachfragespitzen.

3. Nachfrage-Entwicklung

Wir sehen derzeit einen strukturellen Wandel:

·         Substitution: Da Palladium jahrelang deutlich teurer war als Platin, haben Autohersteller ihre Katalysatoren umgerüstet, um das günstigere Platin zu verwenden. Dies stützt die Nachfrage massiv. Analysten gehen für 2025/2026 von einem anhaltenden Angebotsdefizit aus, da die industrielle Nachfrage schneller wächst als die Minenkapazitäten.

4. Margin-Höhe (Stand Februar 2026)

Die Margins für Platin-Futures (z. B. an der NYMEX) liegen aktuell auf einem erhöhten Niveau, da die Volatilität Anfang 2026 zugenommen hat. Die Margin liegt derzeit bei 16.615 US-Dollar pro Kontrakt (50 Unzen). Die Börse hat die Margin zuletzt angehoben, um sich gegen die schnellen Preissprünge abzusichern, die durch die Versorgungsängste in Südafrika ausgelöst wurden.

5. Korrelation mit Palladium

Die Korrelation zwischen Platin und Palladium ist historisch sehr hoch, hat sich aber in den letzten zwei Jahren abgeschwächt:

·         Früher: Beide Metalle liefen fast synchron, da sie beide in der Autoindustrie benötigt werden.

·         Heute: Palladium leidet stärker unter dem Ende des klassischen Verbrenners (Benziner), während Platin durch die Wasserstoff-Phantasie eine neue, eigene Story hat. Erstmals seit Jahren ist Platin wieder teurer oder paritätisch zu Palladium, nachdem Palladium seinen massiven Preisaufschlag aus den Jahren 2019-2022 komplett verloren hat.

Platin ist aktuell eine Wette auf die industrielle Erholung und den Erfolg der Wasserstofftechnologie. Es ist fundamental "enger" als Gold, was es anfälliger für heftige Preissprünge bei Versorgungsengpässen macht.

Produzenten kaufen

Seit Herbst 2024 kaufen die Produzenten immer wieder in steigenden Preisen. Das ist atypisch, denn Produzenten sind von Natur aus Futures-Verkäufer, da sie den Rohstoff produzieren und über den Terminmarkt ihre Abnehmer finden. Wenn Produzenten in steigende Preise hinein kaufen, ist es stets ein Zeichen für ein Defizit. Sie können ihren Lieferverpflichtungen dann meist aus der eigenen Produktion heraus nicht nachkommen und kaufen zusätzlich über den Terminmarkt ein. Interessant wird sein, ob die Produzenten in einem sich möglicherweise wieder erholenden Preis erneut auf die Kaufseite begeben. Wie wir bereits im ersten Teil unseres Edelmetall-Reports erklärten, sind Situationen, in denen in steigende Preise hinein gekauft wird stets extrem bullish und bilden sehr hartnäckige Bullenmärkte aus.

Chart von Platin und Netto-Position der Produzenten (rot)
Quelle: www.barchart.com

Wie attraktiv ist Platin jetzt noch?

1. Die "Fair Value"-Berechnung über die Förderkosten

In der Rohstoffanalyse gilt: Der Preis eines Metalls kann langfristig kaum unter die Kosten fallen, die benötigt werden, um es aus dem Boden zu holen.

·         Aktuelle Förderkosten (AISC): In Südafrika liegen die durchschnittlichen Kosten für die Förderung einer Unze Platin derzeit bei etwa 950 bis 1.050 USD.

·         Inflationsdruck: Durch die massiv gestiegenen Energiepreise und die Lohnforderungen der Bergbaugewerkschaften in Südafrika sind diese Kosten im Vergleich zu 2024 um ca. 12 % gestiegen.

·         Der "Boden": Handelt Platin nahe 1.000 USD, verdienen viele Minenbetreiber kein Geld mehr. Das führt dazu, dass Minen stillgelegt werden, das Angebot sinkt und der Preis sich stabilisiert.

2. Die aktuelle Preissituation (Februar 2026)

Der aktuelle Marktpreis von Platin schwankt momentan um die Marke von 2.000 USD. Platin handelt damit knapp 50 % über den durchschnittlichen Förderkosten. Zum Vergleich: Gold handelt oft weit mehr als 50 % über seinen Förderkosten.

Fundamental betrachtet ist Platin aktuell relativ "günstig". Es gibt wenig Spielraum nach unten, da eine weitere Preissenkung sofort zu massiven Produktionskürzungen führen würde.

3. Geopolitisches Risiko als Preistreiber

Südafrika kämpft 2026 weiterhin mit der Stabilität seines Stromnetzes (Eskom). Wenn Schmelzhütten aufgrund von Stromausfällen gedrosselt werden müssen, sinkt das Angebot schlagartig. Da die Lagerbestände weltweit bereits niedrig sind, könnte jeder kleine Lieferengpass den Preis weit über den "Fair Value" der Förderkosten hinauskatapultieren (Short-Squeeze-Potenzial).

Fazit

Während Gold als Währungsersatz hoch bewertet ist, bietet Platin aufgrund der engen Relation zu seinen Produktionskosten und der Rolle im Wasserstoffsektor ein asymmetrisches Chance-Risiko-Verhältnis: Der Boden ist durch die Förderkosten recht hart, während der Deckel nach oben (bei technologischem Durchbruch oder Lieferstopp) weit offen ist. Nach dem Rücksetzer anlässlich der Margin-Hikes bei den Edelmetallen bietet das derzeitige Preisniveau wieder neue Chancen, wenn gleich die Risiken jetzt etwas größer sind, als es noch im Dezember der Fall gewesen war. Wir haben für Sie ein passendes Produkt ausgesucht, mit dem Sie an einem potenziell bullishen Szenarios partizipieren können.

Open end Turbo Bull Optionsschein auf Platin

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end Turbo Bull Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 1235,952 USD. Bei einem aktuellen Preis von 2081 US-Dollar ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 2,46. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet UG78C6.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  3000 USD

Unterstützungen: 1500 und 2000 USD

Open end Turbo Bull Optionsschein auf Platin

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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