Dax startet schwächer - Teamviewer-Aktie fällt

Ohne Impulse von der Wall Street präsentiert sich der Dax zur Eröffnung am Dienstag lustlos. Der deutsche Leitindex gab nach der ersten Stunde des Xetra-Handels um circa 0,2 Prozent auf 24.773 Punkte nach. Damit orientiert sich das Barometer wieder zurück in Richtung der 50-Tage-Linie bei 24.646 Punkten. Dieses mittelfristige Trendbarometer hatte er zuletzt einige Male nur mit Mühe verteidigt.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten sank um etwa ein Prozent auf 31.082 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich kaum.
In den USA war zu Wochenbeginn wegen eines Feiertages nicht gehandelt worden. In Japan gab es beim Nikkei am Morgen weitere Gewinnmitnahmen nach dem Rekord der Vorwoche. Chinas Börsen bleiben wegen des dortigen Neujahrsfests noch geschlossen.
Teamviewer und Aumovio fallen
Aktien von Teamviewer sind am Dienstag mit 4,81 Euro auf ein Rekordtief gerutscht. Im frühen Xetra-Handel notierten sie mit 4,88 Euro gut ein Prozent im Minus und weiteten den Jahresverlust auf rund ein Fünftel aus. Die Aktien des Spezialisten für Fernwartungssoftware befinden sich im Abwärtstrend der KI-Sorgen, der viele Branchen belastet. Rund eine Stunde nach Handelsstart lag das Minus dann bei etwa 5,1 Prozent.
Die Analysten von Bernstein Research stellten die Anleger allerdings nach Betrachtung der Verdrängungsrisiken durch Künstliche Intelligenz (KI) auf noch mehr Ungemach ein. Sie zählen Teamviewer neben Aumovio, Atos, Ocado und Quadient zu den Werten, denen das dicke Ende erst noch drohe.
"Sie werden behandelt, als ob die Verwerfungen durch KI das Problem von anderen sind", schrieben die Analysten zu dieser Liste. Dabei seien hier die Verdrängungsrisiken durch Automatisierung besonders hoch. Bei Teamviewer nennt er insbesondere den traditionellen, personalintensive Fernsupport.
Mit Blick auf den Autozulieferer Aumovia bestehe das Risiko im Wandel hin zu Softare-definierten-Fahrzeugen, so die Bernstein-Experten. Da führe zu einer Verschiebung der Wertschöpfung hin zu den Autobauern, die selbst Software entwickelten, sowie hin zu neuen Wettbewerbern aus dem Halbleiter und Techbereich.
Für die Aktien von Aumovio ging es am Dienstag etwa eine Stunde nach Handelsstart um rund 1,2 Prozent auf 42,98 Euro nach unten. Damit hält der im Oktober gestartete Aufwärtstrend der Continental-Abspaltung aber noch. Wie auch Teamviewer bewertet Bernstein die Papiere weiterhin mit "Market-perform".
(mit Material von dpa-AFX)


