Attraktive Turnaround-Chance

Trading-Chance Fresenius Medicale Care: Comeback?

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Während der breite Markt von einem Hoch zum nächsten eilte, bereitete Fresenius Medical Care seinen Aktionären in den letzten sieben Jahren alles andere als Freude. Der Kurs sank von damals knapp 90 auf zwischenzeitlich 25 Euro ab. Dort formierte er eine Umkehr und ist seitdem im leicht steigenden Modus. Wir beleuchten die Aktie und den Wettbewerb des Unternehmens genauer und prüfen eine mögliche Comeback-Chance. Schließlich stellen wir eine konkrete Trading-Gelegenheit vor.

Quelle: onvista

Was macht Fresenius Medical Care?

Fresenius Medical Care ist in unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens tätig, insbesondere in den Feldern der Dialyse und der damit verbundenen Dienstleistungen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Dialysegeräten sowie auf die Herstellung von Dialysatoren und anderen Dialyseprodukten. Fresenius Medical Care bietet zudem eine Reihe von Dienstleistungen an, die das Management von Dialysezentren einschließen und Patienten die benötigte Versorgung und Unterstützung bieten. Darüber hinaus ist Fresenius Medical Care im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig, um die Dialysetechnologie und -therapien weiter zu verbessern. Die Produktpalette des Unternehmens umfasst auch Infusionstherapie- und klinische Ernährungsprodukte sowie medizinische Geräte und Dienstleistungen, die über das Kerngeschäft der Dialyse hinausgehen. Das Unternehmen betreibt weltweit Dialysezentren und ist in diesem Sektor einer der führenden Anbieter.

Fundamentale Betrachtung und Wettbewerb

Fresenius Medical Care (kurz FMC) nimmt in der globalen Gesundheitslandschaft eine einzigartige, wenn auch aktuell herausfordernde Position ein. Als weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen deckt das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette der Dialyse ab – von der Entwicklung und Herstellung der Dialysegeräte bis hin zum Betrieb eigener Kliniken.

1. Marktstellung: Der vertikal integrierte Gigant

Die Kernstärke von FMC liegt in seiner vertikalen Integration. Das Unternehmen ist nicht nur Weltmarktführer bei Dialysegeräten und Filtern (Dialysatoren), sondern betreut in rund 4.000 Kliniken weltweit über 340.000 Patienten. Diese Doppelrolle ermöglicht es FMC, Innovationen direkt in der klinischen Praxis zu testen und gleichzeitig Skaleneffekte im Einkauf und in der Logistik zu nutzen. Besonders in den USA, dem wichtigsten Dialyse-Einzelmarkt der Welt, hält FMC zusammen mit seinem größten Konkurrenten ein Quasi-Duopol.

2. Die Wettbewerbslandschaft

Der Wettbewerb für Fresenius Medical Care lässt sich in zwei Kategorien unterteilen: direkte Konkurrenten im Bestandsmarkt und disruptive Bedrohungen.

·         DaVita Inc.: Der größte direkte Konkurrent im Bereich der Dialysedienstleistungen. Während FMC auch Geräte herstellt, konzentriert sich DaVita fast ausschließlich auf den Betrieb von Kliniken. Beide Unternehmen stehen unter ständigem Druck durch staatliche Erstattungssysteme (wie Medicare in den USA).

·         Baxter International: Ein starker Gegenspieler auf der Produktseite. Baxter ist besonders bei Geräten für die Peritonealdialyse (Heimdialyse) stark aufgestellt – ein Segment, das aufgrund von Kostenvorteilen und Patientenkomfort politisch immer stärker gefördert wird.

·         Medtronic & Quanta: Diese Unternehmen drängen mit kleineren, tragbaren Dialysegeräten auf den Markt, um den Trend zur Heimbehandlung zu besetzen.

3. Strategische Herausforderungen und Disruption

Die Marktstellung von FMC wurde in den letzten Jahren durch zwei Faktoren erschüttert:

1.    GLP-1-Präparate (Abnehm-Spritzen): Medikamente wie Ozempic oder Wegovy könnten die Entstehung von Nierenschäden bei Diabetikern verzögern. Dies sorgt für Unsicherheit über das künftige Patientenwachstum, da Diabetes die Hauptursache für Nierenversagen ist.

2.    Kostendruck und Personalmangel: In den USA belasten steigende Pflegegehälter und stagnierende Erstattungssätze der Versicherer die Margen massiv.

4. Umbau und Ausblick

Als Reaktion darauf hat FMC das Programm „FME25“ initiiert. Das Unternehmen wandelt seine Struktur von einer regionalen zu einer globalen funktionalen Ausrichtung (Segmentierung in Care Delivery und Care Enablement). Ziel ist es, die Profitabilität zu steigern und sich vom reinen Klinikbetreiber hin zum technologiegetriebenen Gesundheitsdienstleister zu entwickeln, der verstärkt auf digitale Vernetzung und Heimdialyse setzt.

Zusammenfassend: Fresenius Medical Care bleibt das „Schwergewicht“ der Branche mit einer tiefen burggrabenartigen Marktstellung durch firmeneigene Patente und ein globales Kliniknetzwerk. Der Erfolg der kommenden Jahre wird jedoch davon abhängen, wie effizient das Unternehmen den Trend zur Heimdialyse besetzt und die Effekte der neuen Wirkstoffklassen (GLP-1) operativ abfedert.

Chart: Abwärtstrend bald gebrochen?

Die Baisse der Aktie war ausgesprochen hartnäckig. Minimal oberhalb des 2009er-Bärenmarkttiefs drehte der Kurs schließlich wieder gen Norden und versuchts bereits einen Ausbruch über die derzeit bei 43,3 Euro verlaufende Abwärtstrendlinie. Dieser Versuch war jedoch im ersten Anlauf nicht von Erfolg gekrönt.

Es braucht im nächsten Schritt einen Wochenschlusskurs oberhalb von 43,3 Euro. Anschließend können die horizontalen Widerstände bei 47,86 und 54,02 Euro als prozyklische Trigger für den möglichen Ausbau einer Long-Position fungieren.

Langfristiger Chart der Aktie von Fresenius Medical Care
Quelle: www.tradingview.com

Die Kennzahlen

Nach einer kleinen Delle soll der Gewinn laut dem Unternehmen von derzeit 2,45 auf 5,6 Euro je Aktie in 2028 gesteigert werden. Auch die Netto-Marge soll von gegenwärtig 3,6 auf 7,6 Prozent mehr als verdoppelt werden. Mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 10,6 sind die Papiere im Vergleich zum langfristigen Durchschnitts-KGV deutlich unterbewertet.

Fazit

Technisch gibt es noch wichtige Hürden zu nehmen. Doch die Kombination aus starker Marktstellung und günstiger Bewertung bringt uns diese Aktie als tolle Comeback-Chance auf den Handelszettel. Um von einem potenziell positiven Verlaufs-Szenario profitieren zu können, haben wir ein passendes Produkt für Sie ausgesucht, welches wir Ihnen nachfolgend vorstellen möchten.  

Open end Turbo Bull Optionsschein auf Fresenius Medical Care

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end Turbo Bull Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 25,04 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von 41,3 Euro ergibt sich somit ein Hebel von 2,52. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet HC0ZQT.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  43,3 und 54,02 Euro

Unterstützungen: 25 und 30 Euro USD

Open end Turbo Bull Optionsschein auf Fresenius Medical Care

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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