Dax Tagesrückblick 23.02.2026

Zoll-Sorgen drücken Kurse: Dax rutscht unter 25.000 Punkte

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Quelle: Stonel/Shutterstock.com

Der Dax ist am Montag unter Druck geraten und dabei wieder unter die Marke von 25.000 Punkten gesackt. Mit einem Minus von einem Prozent auf 24.991 Punkte ging das deutsche Börsenbarometer aus dem Tag. Das Mitte Januar erreichte Rekordhoch von 25.507 Punkten ist somit wieder ein Stück weit entfernt.

Der MDax, der die mittelgroßen Börsentitel enthält, fiel um 1,5 Prozent auf 31.356 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es nach der jüngsten Rekordjagd um 0,3 Prozent nach unten.

Neue US-Zollunsicherheit sorgt für Verluste

Die positive Marktreaktion vom Freitagnachmittag auf die Entscheidung des obersten US-Gerichts gegen viele der globalen Zölle der US-Regierung machte damit etwas Ernüchterung Platz. Neben der "Konfusion im Zollstreit" halte weiterhin ein möglicher Militärschlag der USA gegen Iran die Anleger auf Trab, kommentierte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. Zudem richteten sich die Blicke schon zunehmend auf die am späten Mittwochabend anstehenden Geschäftszahlen des Halbleiterriesen Nvidia.

Wenige Stunden, nachdem das oberste US-Gericht am Freitag einen Großteil von Donald Trumps Zöllen auf Basis eines Notstandsgesetzes aus den 1970er Jahren als unzulässig erklärt hatte, kündigte der US-Präsident einen weltweiten Zoll auf Importe in die USA von zehn Prozent an. Diesen hob er am Folgetag auf 15 Prozent an. Damit schöpft er die Höchstgrenze eines Handelsgesetzes aus den 1970er Jahren, auf das er sich beruft, voll aus. Nun versuchen die EU und andere Länder, die genauen Folgen für die globale Wirtschaft abzuschätzen. Die Europäische Kommission will nach der US-Gerichtsentscheidung und Trumps Ankündigungen Klarheit von den USA.

Mit am stärksten unter Druck in Europa standen angesichts der Zollunsicherheit die exportsensiblen Technologie- , Chemie-, Automobil- und Industrietitel. Im Dax zählten der Softwarekonzern SAP und der Flugzeughersteller Airbus mit Abschlägen von vier bzw. drei Prozent zu den größten Verlierern.

Deutliche Kursverluste von 15 Prozent des Pharmakonzerns Novo Nordisk nach enttäuschenden Studiendaten zum Abnehmmittel Cagrisema zogen den gesamten Sektor mit nach unten - und auch die Aktien von Gerresheimer, die sieben Prozent einbüßten. Der Spezialverpackungshersteller produziert unter anderem Injektionspens für die Abnehmmittel.

Gold festigt 5.000 Dollar Marke

Nachdem am vergangenen Freitag der Goldpreis sich konstant über 5.000 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) halten konnte, setzt er diese Kursbewegung fort. Bis zum frühen Abend stieg der Goldpreis rund einen Prozent auf 5.216 Dollar. Damit fehlen nur noch vier Prozent zum Allzeithoch aus dem letzten Monat.

Der Silberpreis notierte bis zum frühen Abend rund 0,4 Prozent im Plus auf 87,3 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Im Tagestief noch hatte Silber zwei Prozent verloren, die Verluste aber im weiteren Handelsverlauf aufgeholt.

* (mit Material von dpa-AFX)

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