Ausblick bis Juni ´26

Trading-Chance Gold: Crash bis 4100 Dollar?

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Angesichts der enormen Volatilität und zwischenzeitlichen Trendstärke war der Goldpreis in unseren börsentäglichen Artikeln mehrfach Thema. Nun wollen wir einen Blick voraus werfen bis zur Jahresmitte und in diesem Rahmen eine attraktive Trading-Gelegenheit aufzeigen. Das Setup leitet sich dabei aus einer Kombination von Intermarkets, CoT-Analyse und den Spekulationen am Optionsmarkt her. Besonders attraktiv wird diese Trading-Chance, weil wir über nicht weniger als 20 Prozent Abwärtspotenzial sprechen, das das beliebte Edelmetall hat.

Quelle: onvista

Der Goldpreis konnte sich jüngst nach dem crashartigen Abverkauf wieder erholen und nähert sich nun der Marke von 5200 US-Dollar. Diese hat bereits eine erhöhte Signifikanz, wie wir später im Artikel noch anhand der Daten vom Optionsmarkt erklären werden. Zunächst aber befassen wir uns mit dem Thema der letzten Wochen und Monate: massiv gestiegener Margins!

Sicher ist es auch Ihnen nicht entgangen, dass die CME (Börse und Besitzer der Comex, an der die Edelmetalle gehandelt werden) in den letzten zwei Monaten die Margin für sämtliche Edelmetalle massiv erhöht hat. Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die ein Trader gegenüber der Börse zu hinterlegen hat, wenn er eine Position im betreffenden Future (hier Gold) eröffnet. Effektiv ist das Geld weiterhin auf dem Handelskonto des Traders, aber es steht nicht für andere Engagements zur Verfügung, sondern stellt quasi die Kaution dar. Schließlich kann es über Nacht oder auch über das Wochenende zu eruptiven Bewegungen kommen, es können Kurslücken gerissen werden, durch die der Händler mehr verliert, als er mit seinem Stop-Loss besichert hat. Dafür braucht die Börse eine entsprechende Sicherheit in Form der Margin.

Klassisch beläuft sich die Margin für einen Gold-Kontrakt auf 5000-6000 US-Dollar. Wenn die Tagesschwankungen dauerhaft größer werden, passt die Börse ihre Sicherheitsanforderungen an die neuen Marktgegebenheiten an. Dieses Prinzip kennen wir alle von unseren Versicherungen, die die Prämien erhöhen, wenn wir z.B. einen Unfall oder wie auch immer gearteten Schaden hatten, für den wir die Versicherung in Anspruch nahmen. Zunächst wurde die Margin auf 15.000, dann auf knapp 25.000 Dollar angehoben, um nunmehr bei knapp 47.000 Dollar pro gehandelten Kontrakt zu liegen. Man muss kein Mathe-Genie sein, um sich auszurechnen, was solch enorm gestiegenen Margins effektiv bewirken: Immer mehr Marktteilnehmer aus dem Retail-Bereich können sich den Handel im Gold nicht mehr leisten. Die Zahl der Marktteilnehmer wird sukzessive schrumpfen und stark institutionell und kommerziell akzentuiert sein. Vereinfacht gesagt: Fonds, Produzenten und verarbeitende Industrie dominieren dann zunehmend das Geschehen. Typischerweise lässt sich beobachten, dass ein Trend so regelrecht ausgetrocknet wird. Das geschieht nicht von heute auf morgen, sondern ist vielmehr ein schleichender Prozess. Innerhalb dieses Prozesses gibt es immer wieder Margin-Calls, was den Preis drückt. Die jüngsten Beispiele für die typische Entwicklung hatten wir zum Beispiel mit Cocoa (Margin von 1800 auf 21.000$), Palladium (Margin von 6000 auf 49.500 Dollar) oder auch im Bauholz (Lumber). All diese Märkte erfuhren zwischenzeitlich enorme Hypes, um nach aggressiven Margin-Erhöhungen einzubrechen. Orientiert man sich an historischen Extremfällen, so sind wir, was die Margin angeht, durchaus ziemlich im oberen Bereich der Bandbreite. Derzeit verlangt die Börse 9,3 Prozent vom Kontraktwert als Sicherheit. Der Kontraktwert bei Gold entspricht knapp 520.000 US-Dollar und errechnet sich aus dem Preis (ca. 5200 Dollar x dem Punktwert von 100 Dollar). Den historischen Höchstwert hatten wir vor vielen Jahrzehnten mit einer Margin von 11,8 Prozent.   

Orientierung und relevante Marken aus dem Optionsmarkt hergeleitet

Wie bereits in vorangegangenen Analysen erklärt ist der Optionsmarkt längst viel größer, als der amerikanische Aktienmarkt. Folglich können wir die dort stattfindenden Aktionen nicht ignorieren. Sie strahlen auf die Futures-Märkte ab und beeinflussen dort zum Teil das Preisverhalten. Das Gros der Aktionen im Optionsmarkt sind sogenannte Stillhaltergeschäfte, bei denen der Spekulant quasi gegen die Option wettet. Wenn ein Marktteilnehmer beispielsweise davon ausgeht, dass Gold zum Abrechnungstermin im Juni NICHT oberhalb von 5200 Dollar notieren wird, dann verkauft er eine Gold Call-Option mit Laufzeit Juni und Basis 5200. Liegt der Preis zur Abrechnung unterhalb von 5200 ist die Option „nicht im Geld“ und verfällt wertlos. Der Verkäufer der Option (er hat sie quasi geshortet) streicht dann die Optionsprämie ein.

Im unmittelbaren Umfeld der großen Abrechnungstermine erleben wir immer wieder, dass die großen Stillhalter-Adressen versuchen, den Markt in „ihre“ Richtung zu drücken. Für uns sind demnach jene Marken interessant, gegen die die meisten Wetten lauten. Und dies können wir aus dem Options Open Interest Profile ersehen. Blaue Balken zeigen das Open Interest (also die Anzahl offener Positionen) auf Calls, orange-farbene Balken das Open Interest für die jeweiligen Preislevels bei den Puts. Die stark frequentierten Marken fungieren als Widerstand und Unterstützung.

Die überwältigende Mehrzahl der Wetten lautet gegen Call-Optionen. Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass Gold zur Abrechnung im Juni niedriger notiert. Widerstände sind bei 5200 und besonders bei 5400 Dollar gelegen. Der gesamte Bereich zwischen 5200 und 5400 Dollar hat eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein Zwischenhoch und den Start einer zweiten Abwärtswelle. Ideal wäre eine Abrechnung unterhalb von 4600 Dollar im Juni, wenn wir uns am Options Open Interest Profile orientieren.

Falls die 5400er-Marke jedoch nachhaltig und deutlich überwunden würde, gerieten die Stillhalter unter Zugzwang. Dann würde das favorisierte Szenario hinfällig. Entsprechend bietet sich hier eine Chance für einen Short-Einstieg zwischen 5200 und 5400 US-Dollar.

Options Open Interest Profile für Gold Juni-Optionen
Abbildung: Options Open Interest für Gold Juni-Optionen · Quelle: www.cmegroup.com

Intermarkets & Momentum

Die Erholung seit dem Crash-Tief Ende Januar/Anfang Februar verläuft deutlich weniger dynamisch, als der Preisrutsch zuvor. Das Momentum ist also derzeit trotz steigender Preise nicht auf der Seite der Bullen. Die Intermarkets (unten im Chart sehen Sie unseren Zins- und Inflationsbasierten Forecast) zeigen noch eine moderate Erholung an, kippen aber ab Mitte März gen Süden.

Der Bereich um 5370-5420 US-Dollar stellt eine Widerstandszone dar, an der ein Angebotsüberhang zu erwarten ist. Ein Tipp: Die Eröffnungskurse von riesigen Impulskerzen eignen sich für antizyklische Einstiege in Richtung des Impulses. In diesem Fall wäre das demnach Short.  

Gold-Chart mit Forecast-Prognose
Quelle: www.tradingview.com

Saisonalität negativ

Die klassische Saisonalität bringt sehr häufig den Beginn einer Korrektur ab Mitte/Ende Februar. Die fundamentalen Gründe für die regelmäßigen Toppings im Februar liegen einerseits im Ende der Hochzeitssaison in Indien und dem dann hinter uns liegenden chinesischen Neujahrsfest (Ende Januar/Februar). Beides sind große Nachfrage-Faktoren für Gold, was den Preis immer wieder zwischen Dezember und Februar in die Höhe treibt. Man beachte: In der zweiten April-Woche notiert Gold in 68 Prozent der Fälle der letzten 50 Jahre niedriger, als Ende Februar. Für ein sehr einfach gehaltenes System ist das eine beeindruckende Trefferquote, die einen fundamentalen Basis-Effekt vermuten lässt.  

Saisonaler Chart des Goldpreises
Quelle: www.market-bulls.com

Fazit

Gleich mehrere Faktoren sprechen dafür, dass das gelblich schimmernde Edelmetall in Bälde ein Zwischenhoch ausbilden und anschließend in Richtung 4600 oder im Idealfall gar bis 4100 Dollar abgleiten kann. Neben der Saisonalität deuten darauf auch die Intermarkets und der Optionsmarkt hin. Um an einem potenziell bearishen Szenario angemessen partizipieren zu können, gleichzeitig aber auch den gebotenen Sicherheitsabstand zu halten, haben wir für Sie ein geeignetes Produkt ausgewählt, das wird Ihnen nachfolgend vorstellen.

Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Gold

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 5621,845 Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von 5200 US-Dollar ergibt sich somit ein Hebel von 11,47. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet PK0KAJ.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  5200, 5400 USD

Unterstützungen: 4600 und 4100 USD

Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Gold

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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