
Dem Dax ist nach der Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke am Donnerstag erst einmal der Schwung ausgegangen. Die mit Spannung erwarteten Nvidia-Geschäftszahlen vom Vorabend gaben ihm keinen Auftrieb. Im frühen Handel sank der deutsche Leitindex um bis zu 0,3 Prozent auf 25.101 Punkte.
Der MDax, der die mittelgroßen Börsenwerte enthält, verlor in der Spitz knapp ein Prozent, begrenzte die frühen Verluste im Verlauf der ersten Handelsstunde aber. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es kaum von der Stelle. Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten weder die KI-Koryphäe Nvidia noch der Softwarekonzern Salesforce zerstreuen.
Aussagen von Nvidias Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten ließen aufhorchen. Die Quartalszahlen von Nvidia waren erneut sehr stark, für die Aktien zeichneten sich am Donnerstag Gewinne ab. Die Resultate reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners./gl/mis
Telekom erhöht Dividende auf einen Euro je Aktie
Die Deutsche Telekom hat Donnerstag den Geschäftsbericht und den Ausblick fürs laufende Jahr vorgestellt. Der Konzern aus Bonn will 2026 weiter wachsen. So soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) um sieben Prozent auf rund 47,4 Milliarden Euro steigen. Der bereinigte freie Finanzmittelzufluss (Free Cashflow AL) soll auf rund 19,8 Milliarden Euro ansteigen. 2025 wurden hier rund 19,6 Milliarden Euro verbucht.
Auch den Dividendenvorschlag haben die Bonner am Donnerstag veröffentlicht. Die Ausschüttung fürs Geschäftsjahr 2025 soll einen Euro je Aktie betragen. Im Jahr zuvor waren 90 Cent je Anteil an die Aktionäre geflossen. Die Dividende erhalten Aktionäre in der Woche nach der Hauptversammlung, die am 1. April stattfindet.
Auch Münchener Rück und Allianz wollen Ausschüttung erhöhen
Auch zwei andere große Dividendenzahler im Dax werden ihre Ausschüttungen dieses Jahr steigern. Die Münchener Rück machte bereits Mittwochabend einen ungewöhnlich hohen Vorschlag von 24 Euro je Aktie, nachdem 2025 noch 20 Euro geflossen waren.
Operativ läuft es für den Rückversicherer gut: Die teuerste Waldbrandkatastrophe der Weltgeschichte hat den Rückversicherer aus München 2025 nicht von seinem Gewinnkurs abgebracht. Obwohl die Zerstörungen durch die Feuer in Los Angeles den Dax-Konzern nach bisherigen Angaben mehr als eine Milliarde Euro kosteten, hielten der bisherige Vorstandschef Joachim Wenning und sein Nachfolger Christoph Jurecka an ihrem Gewinnziel von rund sechs Milliarden Euro für 2025 fest. Das wären rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr.
Dass ihr Optimismus voraussichtlich belohnt wurde, verdankte die Münchener Rück auch einer Menge Glück. Nachdem die Feuer in Kalifornien vom Januar 2025 die weltweite Versicherungsbranche nach bisherigen Berechnungen etwa 40 Milliarden US-Dollar (etwa 34 Milliarden Euro) gekostet hatten, blieben weitere schwere Naturkatastrophen für die Branche im Rest des Jahres aus.
Von geringeren Katastrophenschäden profitierte auch der Versicherer Allianz im vergangenen Jahr. Das operative Ergebnis stieg um gut acht Prozent auf knapp 17,4 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Experten hatten mit einem Gewinn in dieser Größenordnung gerechnet.
Auf die Aktionäre entfiel ein Überschuss von knapp 10,8 Milliarden Euro, achteinhalb Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll um elf Prozent auf 17,10 Euro je Aktie steigen. Auch dieser Wert liegt im Rahmen der Erwartungen. Außerdem will die Allianz - wie bereits seit Mittwochabend bekannt - für bis zu 2,5 Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen.
(mit Material von dpa-AFX)
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