Dax Tagesrückblick 27.02.2026

Dax beendet Februar mit solidem Zuwachs - Gold gefragt

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Quelle: Adobe.com/PhotoGranary

Der Dax hat zum Wochen- und Monatsschluss marginal nachgegeben. Bis zum Handelsschluss am Freitag verlor der Leitindex des deutschen Aktienmarkts 0,02 Prozent auf 25.284 Punkte. Allerdings hielt er sich damit ein gutes Stück über der zuletzt umkämpften Marke von 25.000 Punkten.

Angesichts einer schwächeren Wall Street zeigten sich die deutschen Kurse zum Ausklang der Handelswoche stabil. Der Baader-Bank-Experte Robert Halver sprach davon, dass Anleger neuerdings europäische Aktien wiederentdecken. Im frühen Handel war der Dax bis auf 100 Punkte an seinen bisherigen Rekord herangerückt. Dieser stammt mit 25.507 Zählern aus dem Januar.

Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 0,36 Prozent auf 31.565 Punkte vor. Für den Euro Stoxx 50 als Leitindex des Euroraums ging es indes um 0,38 Prozent nach unten.

Die Dax-Bilanz für den Monat Februar weist zudem einen Gewinn von fast drei Prozent aus. Damit könne der Leitindex eine ordentliche Wertentwicklung vorweisen, schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. In Anbetracht der vielen Störfaktoren und der weiterhin heiklen Situation zwischen dem Iran und den USA sei das derzeitige Monatsplus mehr als sehenswert.

Der Iran kündigte nach einer Verhandlungsrunde mit den USA weitere Gespräche für kommende Woche an. Ab Montag seien in Wien, wo die Zentrale der Internationalen Atomenergiebehörde sitzt, "technische Gespräche" geplant, sagte Außenminister Abbas Araghtschi vor Reportern. Sollten sie stattfinden, dürften Details eines möglichen Abkommens ausgehandelt werden.

Ob es aber tatsächlich zu einer weiteren Verhandlungsrunde beider Seiten kommen wird, ist noch unklar. US-Präsident Donald Trump hatte der iranischen Staatsführung vor einer Woche ein Ultimatum bis Anfang März gestellt. Das US-Militär hat inzwischen eine massive Streitmacht in die Region verlegt.

BASF bleibt beim Ausblick vorsichtig - Aktie im Minus

Auf der Unternehmensseite stand der Geschäftsausblick von BASF im Fokus. Der Chemiekonzern blickt vorsichtig auf das laufende Jahr. Viele Unsicherheiten in puncto Weltwirtschaft und US-Zölle gibt es. Die Aktien fielen im Dax um zwei Prozent.

An der Dax-Spitze stiegen die Anteilsscheine von Scout24 um 4,7 Prozent. Sie profitierten von Aussagen des britischen Branchenkollegen Rightmove . Dessen Chef Johan Svanstrom sieht in der KI-Technologie für den Sektor mehr Chancen als Bedrohung.

Im MDax sackten die Papiere von Delivery Hero um 4,4 Prozent ab. Analystin Annick Maas von Bernstein Research sprach von durchwachsenen Resultaten des Essenslieferdienstes im Schlussquartal.

Um über neun Prozent sprangen im Nebenwerteindex SDax die Anteilsscheine von Hypoport in die Höhe. Der Finanzdienstleister will den Gewinn im Tagesgeschäft 2026 weiter kräftig steigern.

Darüber hinaus gab es Spekulationen rund um 1&1. Das spanische Nachrichtenportal "El Espanol" berichtete mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen, der Konzern Telefonica spreche mit dem deutschen Telekommunikationsanbieter über eine Übernahme. 1&1 schnellten als bester Wert im SDax um gut 8,3 Prozent nach oben, die Papiere der 1&1-Mutter United Internet zogen an der MDax-Spitze um mehr als 13 Prozent an.

Geopolitische Spannungen treiben Gold moderat an

Der Euro bewegte sich zum Wochenschluss wenig. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1808 US-Dollar. Sie lag so auf dem Niveau aus dem frühen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1805 (Donnerstag: 1,1814) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8470 (0,8464) Euro.

Inflationszahlen aus der Eurozone fielen uneinheitlich aus. In Frankreich und Spanien legte die Inflationsrate im Februar zu. In Deutschland gab sie hingegen etwas nach. Die Daten für den gesamten Währungsraum werden am Dienstag veröffentlicht. Ökonomen gehen weiterhin davon aus, das die Inflationsrate bei 1,7 Prozent verharren wird. Sie läge damit weiterhin unter dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB von zwei Prozent.

Gold setzte sich von der Marke von 5.200 US-Dollar ab. Zuletzt stieg der Unzenpreis (31,1 Gramm) um 0,96 Prozent auf 5.234 Dollar. In Euro gerechnet gab es einen ähnlichen Zugewinn. Damit knüpft der Goldpreis an starke Vortage an. Ein Treiber dürfte dabei die Lage im Nahen Osten sein. Die jüngsten Gespräche zwischen dem Iran und den USA brachten keine Fortschritte, Anleger fürchten eine Eskalation und sichern sich daher mit Gold ab.

(mit Material von dpa-AFX)

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