
Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben sich zum Wochenschluss recht stabil präsentiert. So gab der Dax am Freitag zuletzt nur geringfügig auf 25.268 Punkte nach. Damit blieb der Leitindex über der 25.000-Punkte-Marke, die er im frühen Wochenverlauf noch unterschritten hatte.
Der MDax, der die mittelgroßen hiesigen Börsentitel enthält, stieg um 0,33 Prozent auf 31.558 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,1 Prozent.
BASF erlebt schwierigen Start ins Quartal
Der Chemiekonzern BASF geht vorsichtig in das laufende Jahr. "Aus heutiger Sicht rechnen wir kurzfristig weder mit einer nennenswerten Markterholung noch mit einer deutlichen Entspannung der geopolitischen Lage", sagte Unternehmenschef Markus Kamieth am Freitag. Mit einer schrittweisen Erholung werde aber später und vor allem 2027 gerechnet. Es gebe hierfür erste vielversprechende Anzeichen. Der Start ins Auftaktquartal habe sich allerdings wie erwartet herausfordernd gestaltet.
BASF leidet wie die gesamte Branche seit einiger Zeit unter einer Nachfrageschwäche und gesunkenen Preisen. Neben der mauen Konjunktur belastet die US-Zollpolitik. Beim Chemieriesen laufen deshalb Sparprogramme. Diese will das Unternehmen weiter vorantreiben.
Bis Ende 2025 habe BASF bereits die Kosten um rund 1,7 Milliarden Euro gesenkt und damit um 100 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant, erläuterte Finanzchef Dirk Elvermann. Bis Ende 2026 soll nun die jährliche Kosteneinsparung bei 2,3 Milliarden Euro liegen. Zuvor hatte das Unternehmen 2,1 Milliarden Euro als Ziel angegeben. Im Gegenzug fallen insgesamt 1,9 Milliarden Euro an Einmalkosten an, statt bisher geplanter 1,8 Milliarden Euro.
Zu den Sparprogrammen gehört auch der Abbau von Stellen. Zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 sei die Zahl der Mitarbeiter um 4.800 zurückgegangen, sagte Elvermann. Etwa die Hälfte davon entfalle auf Deutschland, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage. Ende 2025 beschäftigte BASF knapp 108.300 Mitarbeiter. Sparen will BASF aber auch mit geringeren Investitionen.
(mit Material von dpa-AFX)

