Henry Philippson

Der Eurokurs in Dollar konnte in der abgelaufenen Handelswoche die angesprochene Unterstützung im Tageschart in Form des EMA50 verteidigen. Das spielt aber zum Wochenstart nach der Iran-Eskalation keine Rolle mehr - es gibt eine Flucht in den Dollar und der Eurokurs in Dollar gibt zu Wochenbeginn entsprechend kräftig nach. Was steht im Wochenverlauf an?
Ausblick:
Das Highlight der Handelswoche auf dem Wirtschaftsdatenkalender kommt um 14:30 Uhr am Freitag - Dann werden die US-Arbeitsmarktdaten publiziert. Mit dem ADP-Report für den Privatsektor gibt es am Mittwochnachmittag wie gewohnt bereits einen ersten Vorgeschmack auf die Daten vom Freitag.
Inflationsdaten stehen zwar in den kommenden Tagen nicht an, dafür stehen am Montag- und am Mittwochnachmittag die ISM-Indizes für das verarbeitende Gewerbe und den Servicesektor in den USA auf dem Kalender. Zudem sind am Dienstagvormittag noch Inflationsdaten aus der Eurozone zu beachten.
Das unbestrittene Thema Nummer eins am Devisenmarkt ist allerdings natürlich der Angriff der USA und Israel auf den Iran und die Eskalation im Nahen Osten. Marktteilnehmer "flüchten" in den sicheren Hafen des US-Dollar, EUR/USD setzte am Montag zeitweise unter die Marke von1,17 Dollar zurück.
Charttechnischer Ausblick:
Das Chartbild spielt vor dem Hintergrund der kriegerischen Handlungen im Nahen Osten aktuell nur eine untergeordnete Rolle - der Markt ist komplett Schlagzeilen-getrieben. Eine weitere Eskalation beziehungsweise Fortführung der Kampfhandlungen dürfte weitere Dollar-Nachfrage nach sich ziehen - eine De-Eskalation würde das Bild möglicherweise wieder zügig drehen.
Nach dem deutlichen Unterschreiten des EMA50 im Tageschart (Linie blau) ist der Weg des geringsten Widerstands nun weiter südwärts Richtung 1,1600 Dollar und tiefer. Erst ein Stundenschlusskurs oberhalb von 1,1780 Dollar entspannt die charttechnisch prekäre Lage für die Käuferseite wieder ein wenig.

Wichtige Daten & Termine im Wochenverlauf:
Montag: 16 Uhr ISM-Index US-Verarbeitendes Gewerbe
Dienstag: 11 Uhr Konsumentenpreise Eurozone
Mittwoch: 14:15 Uhr ADP-Report 16 Uhr ISM-Index US-Servicesektor
Donnerstag: 18 Uhr Lagarde-Rede
Freitag: 14:30 Uhr USA Arbeitsmarktbericht + Einzelhandelsdaten
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