
Für den Dax werden die jüngsten Ereignisse in Nahost am Montag zur Belastung. Vor allem höhere Ölpreise bereiten Sorgen. Angesichts der Eskalation im Konflikt der USA und Israels mit dem Iran dürfte der Leitindex unter der Marke von 24.900 Punkten in den Handel starten. Der Broker IG taxierte ihn eine Stunden vor dem Xetra-Start 1,9 Prozent tiefer auf 24.801 Punkte. Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet.
Analyst Scott Chronert von der Citigroup wollte die Bedeutung der geopolitischen Lage am Sonntag in einem Kommentar nicht unterschätzen. Die militärischen Konflikte der letzten 40 Jahre hätten gezeigt, dass die Konfliktdauer und wirtschaftliche Folgen in der Regel den größten Einfluss auf Aktienkurse haben. Der Experte verwies dabei vor allem auf die Ölpreise, die am Montag wie erwartet zunächst deutlich zugelegt haben. Eine Panik am Ölmarkt blieb gleichwohl aus, auch wenn der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, einschränkte.
USA: Verluste
Die wichtigsten US-Aktienmärkte sind mit Verlusten ins Wochenende gegangen. Negative Impulse lieferten die heimischen Erzeugerpreise, die deutlicher als erwartet zulegten und der Notenbank Fed damit Argumente gegen weitere Zinssenkungen lieferten. Zudem hielten sich die Anleger wegen einer möglichen Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran vor dem Wochenende mit Engagements zurück.
Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 1,05 Prozent bei 48.977,92 Punkten. Daraus resultierte für den Leitindex ein Wochenverlust von rund 1,3 Prozent. Die Monatsbilanz ist mit einem Plus von 0,2 Prozent positiv. Der marktbreite S&P 500 büßte am Freitag 0,43 Prozent auf 6.878,88 Zähler ein. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,30 Prozent auf 24.960,04 Punkte abwärts.
Asien: Durchwachsen
Der deutliche Ölpreisanstieg infolge der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite hat zum Wochenstart die Börse in Tokio deutlich belastet. Der Leitindex japanische Nikkei 225 fiel kurz vor dem Handelsende um 1,7 Prozent.
Japan ist als rohstoffarmes Land von Energieimporten besonders abhängig, weshalb die Wirtschaft höhere Ölpreise schnell zu spüren bekommt. In China war das Bild durchwachsen. Während der von technologiewerten stärker geprägte Hang Seng in der Sonderverwaltungszone Hongkong zuletzt um 1,9 Prozent nachgab, legte der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen um 0,4 Prozent zu. Anleger schauen bereits auf den Beginn des chinesischen Volkskongresses später in dieser Woche. Sie erhoffen sich Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft des Landes.
Anleihen:
Devisen:
Rohöl:
Umstufungen von Aktien:
BERENBERG HEBT ZIEL FÜR BEFESA AUF 40 (36) EUR - 'BUY'
BERNSTEIN SENKT ZIEL FÜR DELIVERY HERO AUF 26 (38) EUR - 'OUTPERFORM'
BERNSTEIN SENKT ZIEL FÜR SCOUT24 AUF 89 (105) EUR - 'OUTPERFORM'
CITIGROUP HEBT ZIEL FÜR NORDEX AUF 45 (37) EUR - 'NEUTRAL'
JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR FRESENIUS SE AUF 57 (55) EUR - 'BUY'
JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR FMC AUF 32 (36) EUR - 'UNDERPERFORM'
JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR KION AUF 75 (73,80) EUR - 'OVERWEIGHT'
RBC HEBT ZIEL FÜR PUMA SE AUF 25 (20) EUR - 'SECTOR PERFORM'
Redaktion onvista/dpa-AFX


