
Der Dax hat sich am Mittwoch etwas von den heftigen Kursverlusten der vergangenen zwei Tage erholt. Ihn stützten vage Hoffnungen auf eine militärische Sicherung der Straße von Hormus sowie Spekulationen über mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran - ein Bericht über mögliche geheime Kontakte zur Beendigung des Krieges wurde von Teheran inzwischen aber dementiert.
Zum Handelsende notierte der deutsche Leitindex 1,74 Prozent im Plus bei 24.205 Punkten. Damit schaffte er es zumindest wieder über die 200-Tage-Durchschnittslinie, die als wichtiger langfristiger Trendindikator gilt.
Der MDax der mittelgroßen Börsentitel erholte sich um 1,87 Prozent auf 30.357 Punkte.
Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 machte mit einem Plus von 1,7 Prozent etwas Boden gut. In London und Zürich ging es nicht ganz so deutlich bergauf. Die US-Börsen präsentierten sich zum europäischen Handelsschluss freundlich: Während der Leitindex Dow Jones Industrial 0,6 Prozent gewann, stieg der Tech-Index Nasdaq 100 sogar um 1,5 Prozent.
Adidas enttäuscht mit Ausblick
Gleich mehrere Dax-Konzerne stehen mit Geschäftszahlen und Prognosen im Blick der Anleger. Adidas blieb mit dem Ziel für das Betriebsergebnis in diesem Jahr unter der Markterwartung. Die Aktie sackte um fast 3,5 Prozent ab auf ein Tief seit drei Jahren.
Bei Continental blieb die Prognose für den operativen Gewinn im Reifengeschäft laut Analyst Michael Aspinall von der Bank Jefferies hinter der Konsensschätzung zurück. Der Kurs blieb zuletzt stabil.
Redcare-Pharmacy-Aktie bricht zweistellig ein
Auch bei Bayer und dem Aromenhersteller Symrise reagierten die Anleger mit Aktienverkäufen auf die jeweiligen Geschäftszahlen der Unternehmen. Bayer verlor etwa 2,8 Prozent und Symrise 3,3 Prozent. Bayer blieb mit dem Ziel für das operative Ergebnis 2026 unter der Markterwartung. Symrise geht mit Vorsicht in das Jahr 2026.
In der zweiten Reihe brach Redcare Pharmacy um 21,1 Prozent ein. Die Online-Apotheke verdiente 2025 operativ weniger als erwartet und setzte sich für das laufende Jahr Ziele, die laut Jefferies-Experte Martin Comtesse in jeglicher Hinsicht klar unter den Erwartungen lagen.
Aroundtown erwartet Gewinnrückgang
Die Aktie von Aroundtown büßte circa 6,2 Prozent ein. Der Spezialist für Gewerbeimmobilien blickt vorsichtig auf das laufende Jahr und rechnet mit einem weiteren Rückgang beim operativen Gewinn.
Unter den kleinen Titeln stach Sixt mit einem Aufschlag von fast 7,6 Prozent positiv heraus. Der Autovermieter hat 2025 so viel umgesetzt wie noch nie und zugleich deutlich mehr verdient.
(mit Material von dpa-AFX)


