Südkoreas Chipbranche fürchtet Folgen der Iran-Krise

Reuters · Uhr
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Seoul, 05. ⁠Mrz (Reuters) - Der Krieg im Nahen Osten könnte nach einer Einschätzung aus Südkorea die Chipproduktion beeinträchtigen.

Es bestehe die Gefahr, dass die Lieferketten wichtiger Materialien für die Herstellung von Halbleitern gestört ‌würden, warnte der Abgeordnete der Regierungspartei, Kim Young-bae, nach einem Treffen mit Branchenvertretern. Diese hätten darauf hingewiesen, dass die ⁠Versorgung ⁠mit Rohstoffen wie Helium aus der Region stocken könnte. Südkorea ist Heimat der weltgrößten Speicherchip-Hersteller Samsung und SK Hynix.

Helium ist für das Wärmemanagement in der Halbleiterproduktion essenziell. Katar zählt neben den USA zu den wichtigsten Produzenten ‌weltweit. SK Hynix teilte mit, das ‌Unternehmen verfüge über ausreichende Lagerbestände und erwarte vorerst keine Engpässe. Der Auftragsfertiger GlobalFoundries erklärte, man stehe in direktem Kontakt mit ⁠Zulieferern und habe Notfallpläne aktiviert. Samsung lehnte einen Kommentar ab.

Neben ‌den Materialengpässen fürchtet die ⁠Branche laut Kim bei einem langanhaltenden Konflikt auch steigende Energiekosten. Sorge bereite den Unternehmen außerdem, dass sich die Pläne für KI-Rechenzentren in der Region verzögern ‌könnten und dadurch die Nachfrage ⁠nach Chips gedämpft werde. Amazon ⁠hatte am Montag gemeldet, dass Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain durch Drohnenangriffe beschädigt worden seien. US-Konzerne wie Microsoft und Nvidia hatten die VAE als künftiges Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI) ins Auge gefasst.

(Bericht von Heejin Kim, Hyunjoo Jin und Joyce Lee. Geschrieben von Isabelle Noack und Sabine Wollrab.; Redigiert von ⁠Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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