Japanischer Autozulieferer Denso will Chipfirma Rohm übernehmen
Tokio, 06. Mrz (Reuters) - Der japanische Autozuliefer Denso will mit einem Zukauf seine Marktposition bei Leistungshalbleitern für Elektroautos und Rechenzentren stärken. Er führe mit dem Chipkonzern Rohm erste Übernahmegespräche, teilten die beiden Unternehmen am Freitag mit. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" hatte zunächst über die Pläne berichtet und ein Transaktionsvolumen von umgerechnet 7,2 Milliarden Euro genannt. Die Marktkapitalisierung des Infineon-Rivalen Rohm liegt aktuell bei etwa 6,8 Milliarden Euro.
Rohm-Aktien stiegen an der Börse in Tokio um die maximal möglichen 18 Prozent und schlossen auf einem Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 3243 Yen. Denso-Titel gaben dagegen 3,3 Prozent nach. Der Toyota-Zulieferer hält bereits knapp fünf Prozent an dem Halbleiter-Hersteller. Die beiden Unternehmen hatten vor einem knappen Jahr eine Partnerschaft zur Entwicklung von Elektroauto-Chips vereinbart. Seither diskutierten sie über weitere strategische Optionen, teilte Denso am Freitag mit.
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
