Schweizer Pharmakonzern

Forschungsrückschlag lastet schwer auf Roche

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: T. Schneider/Shutterstock.com

Kalte Dusche für die zuletzt stark gefragten Roche-Papiere : Sie sackten am Montagmittag in einem schwachen Börsenumfeld um knapp fünf Prozent auf 325 Franken ab. Auslöser waren enttäuschende Studiendaten. Damit sind die Papiere im Börsenjahr 2026 ins Minus gerutscht.

Der Schweizer Pharmakonzern hat mit seinem Brustkrebsmittel Giredestrant die gesteckten Ziele in einer zulassungsrelevanten Studie nicht erreicht. In der Studie namens Persevera wurde der neuartige Wirkstoffkandidat bei Patientinnen eingesetzt, die an bestimmten Formen von fortgeschrittenem Brustkrebs litten. Die Studie erreichte nicht das primäre Ziel, nämlich eine statistisch signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens.

Roche hatte in die Brustkrebspille Giredestrant als Erstlinien-Therapie große Hoffnungen gesetzt. Zuletzt hatte der Konzern selbst bekräftigt, das Mittel könne möglicherweise zum umsatzstärksten Medikament seit Gründung des Unternehmens werden.

Dieser Traum ist mit den Studiendaten nun ein Stück weit Geschichte. Nach Ansicht des Analysten Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan entzieht die Studie den Umsatzerwartungen in diesem rund zehn Milliarden US-Dollar schweren Markt die Grundlage.

Dass das Mittel die Ziele als Standardbehandlung von Brustkrebs verfehlt habe, überrasche ihn nicht, schrieb Michael Leuchten von der US-Bank Jefferies. Er habe schon zuvor darauf hingewiesen, dass die Studie zumindest nicht ausreichend aussagekräftig sei. Das Scheitern dürfte die positive Dynamik der Papiere seit Ende 2025 aufgrund positiver Studienergebnisse vollständig umkehren und zu einem Einbruch der Bewertung führen.

Anders sah das James Gordon von der Barclays Bank. Der Experte hatte bereits vor Handelsbeginn mit höheren Kursverlusten gerechnet und von einer "Überreaktion" geschrieben. Die aber biete nun eine "attraktive Einstiegsgelegenheit". Denn seine Umsatzschätzung von 1,3 Milliarden US-Dollar für das Medikament entspreche nur einem Prozent des Kapitalwerts von Roche.

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