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US-Indizes drehen alle in die Gewinnzone

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: ventdusud/Shutterstock.com

Die Wall Street hat sich am Montag an einer Stabilisierung versucht. Nach einer schwächeren Eröffnung drehten alle großen Indizes im Handelsverlauf ins Plus. Der Dow Jones, der zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Ende November gefallen war, notierte zuletzt 0,06 Prozent höher bei 47.531 Punkten. Der S&P 500 stieg um 0,34 Prozent auf 6.726 Zähler, während der Tech-lastige Nasdaq 100 um 0,77 Prozent auf 24.823 Punkte vorrückte.

Die Märkte in Europa und Asien hatten angesichts eines weiteren Preissprungs bei Rohöl abverkauft, ihre Verluste im Handelsverlauf aber teilweise reduziert. Der rasant steigende Ölpreise verunsichert die Anleger. Einerseits wirkt er sich negativ auf bestimmte Geschäftsmodelle aus, wie etwa die Touristik, Logistik und Luftfahrt, auf der anderen Seite aber schürt er Ängste vor einem neuen Inflationsschub, sodass die Notenbank den für Aktien günstigen Zinssenkungskurs aufgeben müssten.

Wie nervös die Anleger aktuell sind, zeigt ein Blick auf den Volatilitätsindex VIX, der die kurzfristig erwarteten Schwankungen im S&P 500 misst und deshalb auch als "Angstindex" bekannt ist. Dieser war im Handelsverlauf auf den höchsten Stand seit April gestiegen. Seinerzeit hatte US-Präsident Donald Trump die Kapitalmärkte durch seine Zollankündigungen in Aufruhr versetzt. Aktuell gibt der VIX wieder nach.

G7-Länder wollen noch keine Ölreserven freigeben

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus kam faktisch zum Erliegen. Zwischenzeitlich hatte ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent mehr als 100 US-Dollar gekostet, in der Spitze sogar 120 Dollar, ehe der Preis zuletzt wieder zurückkam.

Aoifinn Devitt, Managing Director für Global Wealth bei Moneta Group Investment Advisors, äußerte sich entsprechend skeptisch. Es sei keine diplomatische Lösung in Sicht ist, und die Rhetorik auf beiden Seiten verschärfe sich. Ein Ölpreis von 90 Dollar und mehr dürfte die Lage der Verbraucher verschärfen.

Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde derweil nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure auf eine entsprechende Frage in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder.

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