Maschinenbauer Gea will nach Zuwächsen 2026 mehr Gas geben
Düsseldorf, 09. Mrz (Reuters) - Der Dax-Neuling Gea will nach Zuwächsen im vergangenen Jahr sein Wachstumstempo weiter steigern.
Für das Geschäftsjahr 2026 werde ein organisches Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent anvisiert, teilte der Maschinen- und Anlagenbaukonzern am Montag mit. Zudem will Gea profitabler arbeiten: Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) vor Restrukturierungsaufwand werde in einer Spanne zwischen 16,6 und 17,2 Prozent erwartet.
"2025 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Gea", bilanzierte Konzernchef Stefan Klebert: "Im laufenden Jahr werden wir unser Wachstum weiter beschleunigen." Getrieben von Großaufträgen legte der Auftragseingang 2025 um 6,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu und der Umsatz um 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden, hieß es weiter. Das organische Umsatzwachstum lag dabei bei 3,7 Prozent. Gea konnte im vergangenen Jahr unter anderem den größten Einzelauftrag seiner Geschichte verbuchen: Den Bau der weltweit größten, integrierten Anlage zur Milchpulverproduktion in Algerien. Ausgebaut wurde auch das besonders profitable Service-Geschäft. Der Anteil am Gesamtumsatz wuchs auf 40,0 (38,9) Prozent. Insgesamt erzielte der Düsseldorfer Konzern rund die Hälfte des Umsatzes in Europa, rund 20 Prozent stammten jeweils aus Nordamerika und Asien.
Das operative Ergebnis (Ebitda) vor Restrukturierungsaufwand stieg auf 907 (Vorjahr: 837) Millionen Euro. Die Aktionäre sollen an den Zuwächsen mit einer um 15 Cent auf 1,30 Euro je Aktie angehobenen Dividende beteiligt werden. Die Ebitda-Marge vor Restrukturierung lag 2025 bei 16,5 Prozent und damit höher als prognostiziert, wie der Konzern bereits im Januar auf Basis vorläufiger Zahlen mitgeteilt hatte.
Gea konnte sich damit mit seinen Kunden aus der Nahrungsmittel-, Pharma- und Getränkeindustrie von der schwachen Branchenkonjunktur absetzen. Schulden drücken das Unternehmen ebenfalls nicht. Vorstandschef Klebert hatte deshalb jüngst erklärt, sich nach Zukäufen umzuschauen. "Wir sind interessiert an Unternehmen aus den Bereichen Pharma und Getränke, die zu uns passen", sagte er.
Gea beschäftigt rund 18.000 Menschen. Das Portfolio des Konzerns umfasst neben Maschinen und Anlagen auch moderne Prozesstechnik, Komponenten sowie umfassende Dienstleistungen.
(Bericht von Matthias Inverardi, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


