Volkswagen-Gewinn bricht um die Hälfte ein - 50.000 Jobs fallen bis 2030 weg

Europas größter Autobauer Volkswagen hat 2025 wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump und dem Kurswechsel bei Porsche einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Betriebsgewinn halbierte sich in etwa auf 8,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stagnierte bei 322 Milliarden Euro. Finanzchef Arno Antlitz sagte, das Jahr sei von geopolitischen Spannungen, Zöllen und hoher Wettbewerbsintensität geprägt gewesen. Die Restrukturierung bei dem Unternehmen zeige zwar Fortschritte, und der Netto-Cashflow sei besser ausgefallen als erwartet. "Das aktuelle Ergebnisniveau von bereinigt 4,6 Prozent vor Restrukturierung reicht aber langfristig nicht aus."
Für das laufende Jahr sagen die Wolfsburger ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent voraus. Bei der operativen Rendite haben sie sich vier bis 5,5 Prozent vorgenommen, eine deutliche Verbesserung zu den 2,8 Prozent im vergangenen Jahr.
Der Konzern hat das Ziel bekräftigt, bis 2030 Zehntausende Jobs zu streichen. "In Summe sollen im Volkswagen Konzern bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen", heißt es im Geschäftsbericht des Konzerns. Das Ziel hatte der Konzern bereits ab Ende 2024 in Tarifeinigungen bei den einzelnen Marken genannt.
35.000 Stellen fallen allein bei der Kernmarke Volkswagen Pkw weg. Weitere kommen bei Audi und Porsche hinzu: Bei Audi sollen bis 2029 bis zu 7.500 Stellen wegfallen, bei Porsche bisherigen Plänen zufolge 3.900 Stellen inklusive Leiharbeitern. Der Abbau soll vor allem über Altersteilzeit und Abfindungen erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen wurden dabei ausgeschlossen.



