Brenntag stemmt sich mit Einsparungen gegen die Folgen der Iran-Krise

Reuters · Uhr
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Düsseldorf, 12. ⁠Mrz (Reuters) - Der Chemikalienhändler Brenntag spart gegen die Folgen von Handelskonflikten und des Iran-Kriegs an. Brenntag strebe bis 2027 zusätzliche Einsparungen von 200 bis 250 Millionen Euro gegenüber 2025 an, teilte das Unternehmen am ‌Donnerstag mit. Bereits 2025 hatte der Konzern die Kosten um 165 Millionen Euro gedrückt. "Wir rechnen auch 2026 mit anhaltendem Gegenwind im ⁠Markt", sagte ⁠der neue Vorstandschef Jens Birgersson. Daher konzentriere sich Brenntag "auf das, was wir kontrollieren können". Für 2026 rechne er mit einem operativen Gewinn (Ebitda) zwischen 1,15 und 1,35 Milliarden Euro nach 1,29 Milliarden Euro im Jahr zuvor, bekräftigte Birgersson. Die Prognose enthalte aber "aktuell keine ‌potenziellen Auswirkungen der jüngsten geopolitischen Entwicklungen im ‌Nahen Osten".

Der Chemikalienhändler bekommt die Folgen der Krise indes schon zu spüren. Zulieferer verlangten höhere Preise, die Transportkosten zögen an. "Schiffe stecken fest und ⁠es gibt Verzögerungen", sagte Birgersson. Brenntag werde höhere Kosten an die ‌Kunden weitergeben. Die größere Sorge ⁠sei aber, was diese Entwicklung - sollte sie anhalten - für die Nachfrage bedeuten könnte.

Brenntag hatte bereits erklärt, 2025 einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro verbucht zu haben. Der ‌Konzern plant, eine Dividende in ⁠Höhe von 1,90 Euro je Aktie ⁠für das Geschäftsjahr 2025 auszuschütten nach 2,10 Euro je Aktie für 2024.

Der seit September amtierende Chef Birgersson hatte angekündigt, wettbewerbsfähigere Lieferketten zu entwickeln und Wachstumschancen zu nutzen. "Wir planen, diese neue Strategie in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorzustellen", hatte er im November gesagt. Brenntag betreibt ein Netzwerk mit etwa 600 Standorten in über 70 Ländern. Der Konzern beschäftigt rund 18.000 Menschen.

(Bericht von ⁠Matthias Inverardi, redigiert von Myria Mildenberger . Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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