Trading-Chance Volkswagen: Schockzahlen!
Niemandem ist verborgen geblieben, dass die Autobranche in der größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg steckt. Die erzwungene Umstellung auf eine Technologie, die weder ausgereift, noch kostengünstig produzierbar ist, nötigt gigantische Investitionen ab. Da gleichzeitig der Verbraucher aber auf breiter Fläche nicht überzeugt ist, resultieren daraus massenhaft Pleiten bei den Zulieferern und teils katastrophale Zahlen bei den ehemaligen Pionieren der Branche, wie jüngst bei Volkswagen. Wir beleuchten die Lage und zeigen eine Trading-Chance auf.

Drastischer Umbruch
Die aktuelle Lage von Volkswagen ist von einem drastischen Umbruch geprägt. Die in dieser Woche veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen ein Unternehmen, das zwar operativ stabil liefert, finanziell aber unter massivem Druck steht. VW hat 2025 ein finanziell extrem schwieriges Jahr hinter sich gebracht. Während der Umsatz mit ca. 322 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau stabil blieb, brach das operative Ergebnis um 53 % auf 8,9 Milliarden Euro ein. Wir sehen einen regelrechten Rendite-Schock! Die operative Umsatzrendite sackte auf magere 2,8 Prozent ab (von 5,9 Prozent im Vorjahr). Ohne Sondereffekte hätte sie immerhin bei 5,5 Prozent gelegen.
Insgesamt belasteten Einmaleffekte in Höhe von 8,8 Milliarden Euro die Bilanz. Dazu gehörten teure Restrukturierungen, die strategische Neuausrichtung bei Porsche und die erheblichen Auswirkungen von US-Importzöllen (ca. 2,9 Mrd. Euro). Der Cashflow ist ein kleiner Lichtblick: Trotz des Gewinneinbruchs stieg der Netto-Cashflow im Automobilbereich auf 6,4 Milliarden Euro, was die finanzielle Substanz des Konzerns unterstreicht.
Die Verschiebung der Macht
Historisch waren Audi und Porsche die „Cash-Cows“ des Konzerns. 2025 hat sich dieses Bild komplett gewandelt: Die Core-Gruppe (VW, Seat/Cupra, Skoda) ist zum Stabilitätsanker geworden. Vor allem Skoda lieferte erneut starke Zahlen. Die Rendite der Kernmarken lag mit 4,7 Prozent deutlich über dem Konzerndurchschnitt. Das Sorgenkind des Jahres ist Porsche. Der operative Gewinn brach von 5,3 Mrd. Euro (2024) auf nahezu Null (90 Mio. Euro) ein. Ursachen waren der schleppende Hochlauf neuer E-Modelle, ein schwieriges Marktumfeld in China und hohe Abschreibungen. Bei Audi drückten Zölle und Modellwechsel die Marge auf 5,1 Prozent.
Strategische Baustellen und Ausblick 2026
VW-Chef Oliver Blume hat für 2026 eine „nächste Phase der Transformation“ ausgerufen. Die Strategie ruht auf drei Säulen:
1. Massiver Stellenabbau: Der Konzern bekräftigte das Ziel, bis 2030 rund 50.000 Stellen sozialverträglich abzubauen, um die Fixkosten drastisch zu senken.
2. Produktoffensive in China: Um den Boden gegen lokale Konkurrenten wie BYD gutzumachen, bringt VW 2026 mehr als zehn neue elektrifizierte Modelle allein in China auf den Markt.
3. E-Mobilität in Europa: Trotz der weltweiten Flaute wuchs der Absatz von reinen E-Autos (BEV) 2025 um 32 Prozent. Besonders der ID.7 entwickelte sich zum Hoffnungsträger.
Fazit
Volkswagen befindet sich in einer gefährlichen Sandwich-Position: Zwischen den hohen Kosten der Transformation in Deutschland, dem harten Preiskampf in China und neuen protektionistischen Hürden in den USA. Für 2026 ist der Konzern jedoch vorsichtig optimistisch und peilt eine Rückkehr zu einer operativen Rendite von 4,0 bis 5,5 Prozent an. Das Fundament dafür sollen die 30 neuen Modelle sein, die 2025/26 eingeführt werden, sowie eine striktere Kostendisziplin.
Chart: Massiver Support als Kauf-Chance?
Wer der Maxime folgt „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“, der müsste sich in der Automobilbranche derzeit mit Positionen nur so ersticken. Aus technischer Sicht bietet der Bereich um 79 bis 86,4 Euro eine massive Unterstützungszone, die sich für einen mutigen, antizyklischen Einstieg anbieten würde. Zwar kommen bereits bei 110 bis 114 Euro erste markante Widerstände, doch beginnen Aktien naturgemäß bereits zu steigen, wenn die Lage augenscheinlich noch katastrophal ist. Schließlich wird an der Börse die Zukunft gehandelt. Zugegeben: man braucht eine blühende Fantasie, um die große Turnaround-Story für die deutsche Autoindustrie zu sehen. Aber wir haben es andererseits immer wieder erlebt, dass aus einer riesigen Krise auch ganz hervorragende Chancen erwachsen.

Fazit
Den Mutigen gehört die Welt. Und vielleicht auch bald eine Long-Position auf Volkswagen. Technisch bietet der starke Unterstützungsbereich eine attraktive Chance. Fundamental gibt es derzeit lediglich vereinzelte Hoffnungsschimmer, bei denen aus einzelnen Fünkchen durch enorme Kraftanstrengungen des Managements eine kleine Flamme und später ein Feuer entstehen kann. Diese Chance ist als spekulative Beimischung mit moderater Gewichtung geeignet für risikofreudige Anleger. Ein mögliches Produkt stellen wir Ihnen nachfolgend vor.
Unlimited Turbo Long Optionsschein auf Volkswagen
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Long Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 75,755 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von 91,3 Euro ergibt sich somit ein Hebel von 5,78. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet PJ8KQZ.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 110-114 Euro
Unterstützungen: 79-86,4 Euro
Unlimited Turbo Long Optionsschein auf Volkswagen
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.




