Konsumgüterkonzern

Unilever spricht über Verkauf des Lebensmittelgeschäfts

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Der Konsumgüterkonzern Unilever kommt bei seinen Bemühungen um die Trennung vom Lebensmittelgeschäft voran. Der Konzern sei derzeit in Gesprächen mit dem US-Gewürzhersteller McCormick & Co zum Verkauf der Sparte und habe ein Angebot erhalten, bestätigte Unilever am Freitag einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein Abschluss sei ungewiss. Die Unilever-Aktien gewannen in London am Nachmittag 1,1 Prozent. Die Papiere von McCormick verloren in New York nach Handelsbeginn rund 2 Prozent.

Unilever hat unter anderem Lebensmittelmarken wie Knorr, Pfanni und Mondamin im Programm. Laut mehreren Insidern dürfte ein möglicher Verkauf mit zweistelligen Milliardenbeträgen in US-Dollar bewertet werden, hatte Bloomberg zuvor berichtet. Das "Wall Street Journal" berichtete zuerst über das Interesse von McCormick.

Analyst Warren Ackerman von der britischen Bank Barclays zufolge signalisieren die Gespräche einerseits einen Aufbruch von Unilever, das Portfolio neu zu formen. Andererseits seien Bewertung, die Eigentumsverhältnisse und der Verlust von Synergien weiter bedeutende Hürden, schrieb er. Die zentrale Herausforderung sei, Bedingungen im Sinne der Unilever-Aktionäre zu erzielen.

Vom Eiscremegeschäft mit dem Markennamen Magnum hatte sich Unilever bereits durch eine Abspaltung getrennt. Übrigbleiben würden Körperpflegemarken wie Axe und Dove, Signal-Zahncreme sowie Reiniger wie Viss und Domestos. Lebensmittelhersteller wie Unilever und Nestle tun sich im Umfeld zurückhaltender Verbraucher schwer damit, Wachstum zu erzielen.

McCormick & Co ist einer der weltgrößten Gewürzhersteller und bietet in Amerika unter anderem die Würzsauce Cholula an. In Europa ist der Hersteller mit Gewürzen etwa in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden vertreten.

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