Erholung nach Absturz?

Trading-Chance Platin: Saisonal starke Phase voraus

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Die Edelmetalle sind in den letzten Tagen und auch zum Auftakt dieser Woche stark unter Druck geraten. In diesen Märkten sitzen viele Spekulanten auf hohen Profiten und machen nun Kasse. Die Edelmetall-Hausse ist in einem derart weit fortgeschrittenen Stadium gewesen, dass es bereits seit Februar unerlässlich ist, stärker zu selektieren und seine Aktionen zum Teil (siehe unsere Gold- und Silber-Chancen zuletzt) auch auf die Short-Seite zu verlegen. Die heutige Chance lautet dennoch auf die Long-Seite, jedoch nicht in Gold oder Silber, sondern bei Platin.

Quelle: onvista

Ende Januar hatten die Platinnotierungen noch an der 3000-Dollar-Marke geschnuppert. Mit dem heutigen 10-Prozent-Absturz sind es über 40 Prozent, die das speziell in der Automobilindustrie verwendete Edelmetall an Wert seitdem einbüßte. Nicht primär wegen des Sell-Off-Charakters, den die heutige Bewegung hat, sondern vielmehr aus statistisch-saisonalen Gründen ist gerade jetzt Platin für uns eine Trading-Chance, die wir näher erklären möchten.

Margin-Erhöhungen belasten

Wir hatten es bereits im Zusammenhang mit Silber und Gold erläutert: die CME (Börse) hat die Margins für die an der COMEX gehandelten Edelmetalle angesichts der enormen Volatilitäten seit Dezember in mehreren Schritten massiv erhöht. Bei Silber lag diese bei 77.000, im Gold bei 47.000 Dollar pro Kontrakt. Und auch bei Platin sah man sich veranlasst, die Sicherheitsleistung auf knapp 13.000 Dollar je Kontrakt zu erhöhen. Margin-Erhöhungen sind vergleichbar mit Mieterhöhungen oder der Erhöhung der Kartenpreise für ein Konzert oder eine Sportveranstaltung. Je teurer es wird, desto weniger Leute können es sich noch leisten und müssen zwingend ausscheiden. Genau das sehen wir derzeit bei allen Edelmetallen. Während die Margin sich bei Gold und Silber um mehrere hundert Prozent verteuerte, ist es bei Platin in Anführungszeichen lediglich eine Verdoppelung. Ein schwacher Trost, aber im Kontext durchaus wichtig, da es darum geht, ob man in einem solchen Umfeld ein saisonal typisches Muster handelt oder nicht. Wir setzen all unsere Strategien stets konsequent um, da die Gewinnvorteile durch sämtliche Marktphasen stabil blieben und es gerade auch in der jüngeren Vergangenheit in nahezu identischen Zeitfenstern Trades gab, die sehr erfolgreich ausgingen.   

Saisonales Setup mit Trefferquote von fast 66 Prozent!

Wer Ende März Platin kauft und Ende April verkauft, ist in knapp 66 Prozent der Fälle im Plus. Für ein sehr einfach gehaltenes Setup, bei dem keine weiteren Verklausulierungen mit hinein spielen, ist dies ein beachtliches Ergebnis. Die Strategie benötigt für diese stabilen Ergebnisse einen 90-Dollar Stop-Loss (im Platinpreis) und ein 160-Dollar-Ziel.

Mit einem Profit-Factor von knapp 2,3 haben wir hier ein sehr lukratives und stabiles Setup. Konkret lauten die Parameter für dieses Trading-Setup wie folgt:

Einstieg zum Handelsbeginn am 23.3. (fällt dieser oder auch das Exit-Datum auf ein Wochenende, wird zur gleichen Zeit am unmittelbar folgenden Handelstag gehandelt).

Exit am 30.4. zum Handelsende

Stop-Loss: 90 Dollar im Platinpreis (900 Ticks)

Ziel: 160 Dollar im Platinpreis (1600 Ticks)

Performance-Kurve des saisonalen Long-Setups auf Platin
Quelle: www.realmoneytrader.com

Fundamentaler Hintergrund

Platin ist für seine ausgeprägten saisonalen Muster bekannt, wobei die Phase von Ende März bis Ende April oft als eine Art „zweite Welle“ der Frühjahrsstärke gilt. Während die stärkste Phase historisch meist schon im Dezember beginnt und im Februar gipfelt, zeigt der Zeitraum um den April oft eine spezifische Dynamik, die vor allem durch die Industrie und den asiatischen Markt getrieben wird.

Hier sind die Hauptgründe für diese saisonale Stärke:

1. Industrielle Lagerplanung (Automobilsektor)

Platin ist primär ein Industriemetall (über 40% der Nachfrage kommen aus der Automobilindustrie für Katalysatoren).

·         Quartalsplanung: Zum Ende des ersten Quartals (März) und Beginn des zweiten (April) passen viele Industrieunternehmen ihre Lagerbestände an die Produktionsziele für das restliche Jahr an.

·         Frühjahrsbelebung: Mit dem Ende des Winters auf der Nordhalbkugel zieht die Autoproduktion und der Absatz oft an, was zu einer verstärkten physischen Eindeckung mit Platin führt.

2. Nachfrage aus China (Schmuck & Importe)

In den letzten Jahren (besonders deutlich im Jahr 2025/2026) hat sich gezeigt, dass China den April für massive Platinimporte nutzt.

·         Preissensitivität: Da Platin oft deutlich günstiger ist als Gold, weicht die chinesische Schmuckindustrie im Frühjahr verstärkt auf Platin aus, um Kollektionen für das restliche Jahr vorzubereiten.

·         Import-Peaks: Historisch gesehen erreichen die chinesischen Platinimporte im März und April oft ihre Jahreshöchststände, was den Weltmarktpreis stützt.

3. Die „Gold-Substitution“

Wenn Gold im ersten Quartal (z. B. durch das chinesische Neujahrsfest) teuer geworden ist, setzen Anleger und Industriekunden ab Ende März verstärkt auf das (relativ) unterbewertete Platin. Dieser Nachholeffekt sorgt oft für eine Rallye im April, während Gold in dieser Zeit häufig seitwärts tendiert.

4. Strukturelle Defizite im Frühjahr

Der World Platinum Investment Council (WPIC) berichtet regelmäßig über Angebotsengpässe in den Hauptförderländern (Südafrika, Russland).

·         Lieferzyklen: Neue Minenförderungen gelangen oft erst mit Verzögerung auf den Weltmarkt. Wenn die Nachfrage im April durch die Industrie hochschießt, trifft dies oft auf ein relativ knappes „Spot-Angebot“ (sofort verfügbares Metall), was die Preise treibt.

  

Zusammenfassung:

Statistisch gesehen gehört der April zu den Monaten mit einer überdurchschnittlich hohen Wahrscheinlichkeit für positive Renditen bei Platin. In vielen 25-Jahres-Betrachtungen weist der April eine positive Performance-Quote von über 60% auf. Oft bildet sich Ende März ein lokaler Boden, von dem aus der Preis bis in den Mai hinein ansteigt, bevor die typische „Sommerflaute“ (Juni/Juli) einsetzt.

Fazit

Ein weiteres starkes Setup auf saisonaler Basis bei den Edelmetallen. Wir haben ein geeignetes Produkt hierfür ausgesucht, welches wir Ihnen nachfolgend vorstellen möchten, um von einer möglichen, positiven Entwicklung profitieren zu können. Angesichts der aktuell geopolitischen Situation und der deutlich erhöhten Volatilität bietet es sich an, den Einsatz je Trade herunter zu fahren (moderatere Einsätze), da bei hoher Volatilität die Wahrscheinlichkeit, ausgestoppt zu werden, höher ist.

Open end Turbo Bull Optionsschein auf Platin

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end Turbo Bull Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 1548,775 Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von 1882 US-Dollar ergibt sich somit ein Hebel von 5,48. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet UN1WL7.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  2200 und 3000 USD

Unterstützungen: 1200 und 1600 USD

Open end Turbo Bull Optionsschein auf Platin

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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