Brent knapp unter 110 Dollar

Ölpreise sinken leicht - Hoffnung auf Waffenstillstand im Iran-Krieg

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Ölbohrtürme auf einer Wiese.
Quelle: Adobe.com/larisa

(dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag nach dem verlängerten Osterwochenende im Handelsverlauf etwas unter Druck geraten. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni verlor zuletzt 0,52 Prozent auf 108,46 US-Dollar. Im frühen Handel hatte er nach neuerlichen Drohungen des US-Präsidenten gegen Teheran noch deutlich zugelegt.

Am Wochenende hatten sich Donald Trump und Teheran mit gegenseitigen Drohungen und Beleidigungen überzogen. Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hieß es am Ostermontag, den Kriegsparteien sei ein Plan für eine 45-tägige Waffenruhe mit Friedensgesprächen vorgelegt worden. Eine Annäherung, insbesondere für die Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormus, scheint aber weit entfernt. Dort hat der Schiffsverkehr zwar inzwischen wieder etwas angezogen, gleicht aber immer noch einem Rinnsal im Vergleich zur Zeit von vor dem Konflikt.

Die acht Kernstaaten des Öl-Kartells Opec+ zeigen sich tief besorgt über iranische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur. Die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sei kostspielig und zeitaufwendig, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige, teilten die Länder mit. Entscheidend für die Versorgung sei auch der Schutz internationaler Seewege, so das Bündnis mit Blick auf die weitgehende Blockade der Straße von Hormus.

Zugleich einigten sich die acht Länder - zu ihnen gehören vom Iran-Krieg besonders betroffene Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate - auf eine Steigerung der Ölförderung. Die Tagesproduktion könne im Mai um 206.000 Barrel (je 159 Liter) angehoben werden, hieß es. Angesichts der Probleme für den Export aus den Golfstaaten durch den Iran-Krieg ist dieser Schritt Experten zufolge aber eher symbolischer Natur./he

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