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Fundamentaler Basiseffekt bringt treffsicheres Setup

Trading-Chance Erdgas: DAS passiert im April

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Nach der feiertagsbedingten Pause starten wir direkt voll durch mit einer Trading-Chance, die in den jüngsten 20 Jahren mit 75 Prozent Trefferquote und gleichzeitig einer hohen Auszahlungsquote zu den saisonalen Top-Setups avancierte. Nahezu der gesamte April wird von Stärke des Erdgaspreises geprägt. Wir erklären die Produktion und Verwendung von Erdgas, wie auch die fundamentalen Triebgründe für das konkrete Trading-Setup. Schließlich stellen wir ein geeignetes Produkt vor, um an einer tollen Chance partizipieren zu können.

Quelle: onvista

Good to know about Erdgas

Erdgas nimmt als fossiler Energieträger eine Sonderstellung im globalen Energiemix ein, da es im Vergleich zu Kohle oder Erdöl bei der Verbrennung deutlich weniger Kohlendioxid und fast keine Rußpartikel freisetzt. Chemisch besteht es zum überwiegenden Teil aus Methan, einem farb- und geruchlosen Gas, das tief unter der Erdoberfläche in porösen Gesteinsschichten eingeschlossen ist. Die Entstehung dieses Rohstoffs dauerte Jahrmillionen, in denen organisches Material unter hohem Druck und unter Ausschluss von Sauerstoff zersetzt wurde. Heute wird Erdgas durch tiefe Bohrungen gewonnen, wobei man zwischen konventionellen Vorkommen in großen Gasblasen und unkonventionellen Vorkommen wie Schiefergas unterscheidet. Bei letzterem wird das Gas durch spezielle Verfahren wie das Hydraulic Fracturing aus dem Gestein gelöst, was die globale Förderlandschaft in den letzten Jahren massiv verändert hat.

Nach der Förderung muss das Rohgas in Aufbereitungsanlagen von Verunreinigungen wie Schwefelwasserstoff, Stickstoff und Wasser befreit werden, um die erforderliche Leitungsqualität zu erreichen. Der Transport erfolgt traditionell über ausgedehnte Pipelinenetze, die Kontinente durchspannen und eine ständige physische Verbindung zwischen Förderregion und Verbraucher erfordern. Eine immer wichtigere Rolle spielt jedoch die Verflüssigung des Gases durch extreme Kühlung auf etwa minus 162 Grad Celsius. In diesem Zustand schrumpft das Volumen auf ein Sechshunderteilstel, wodurch das nun als LNG bezeichnete Produkt auf riesigen Tankschiffen über die Weltmeere transportiert werden kann, was den Gasmarkt zunehmend globalisiert und von starren Leitungsverbindungen entkoppelt.

Die Verwendung von Erdgas ist äußerst vielseitig und reicht weit über das Heizen von Wohnräumen hinaus. In der Industrie dient es als unverzichtbarer Rohstoff für die chemische Sektor, insbesondere bei der Herstellung von Stickstoffdüngern und verschiedenen Kunststoffen. In der Stromerzeugung gelten Gaskraftwerke aufgrund ihrer Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit hoch- und herunterzufahren, als ideale Partner für die schwankende Einspeisung aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne. Diese Flexibilität macht Erdgas zu einer Brückentechnologie auf dem Weg zur Dekarbonisierung, auch wenn die Methanemissionen bei der Förderung und dem Transport ökologisch kritisch betrachtet werden.

Eine Besonderheit des Erdgashandels ist die ausgeprägte Saisonalität, die durch den hohen Bedarf im Winter und die notwendige Vorratshaltung in riesigen Untergrundspeichern geprägt ist. Die Preisbildung orientiert sich dabei oft an regionalen Knotenpunkten wie dem Henry Hub in den USA oder dem TTF in Europa, wobei geopolitische Spannungen und Wetterereignisse die Volatilität stark beeinflussen können. In jüngster Zeit rückt zudem die Erzeugung von Wasserstoff aus Erdgas in den Fokus, wobei das entstehende Kohlendioxid abgeschieden und gespeichert werden kann, was unter dem Begriff des blauen Wasserstoffs die zukünftige Rolle dieses vielseitigen Energieträgers neu definiert.

Die globale Landkarte der Erdgaswirtschaft wird von einigen wenigen Giganten dominiert, wobei sich die Machtverhältnisse durch den Schiefergas-Boom und den Ausbau der Flüssiggas-Infrastruktur in den letzten Jahren massiv verschoben haben. An der Spitze der Förderländer stehen mit deutlichem Abstand die Vereinigten Staaten von Amerika, die ihre Position als weltweit größter Produzent vor allem durch die Erschließung unkonventioneller Vorkommen gefestigt haben. Dicht darauf folgt Russland, das über die weltweit größten nachgewiesenen Reserven verfügt und traditionell die riesigen Gasfelder in Sibirien ausbeutet. Den dritten Platz in diesem Ranking belegt der Iran, der zusammen mit Katar das gewaltige South-Pars-Gasfeld im Persischen Golf bewirtschaftet, gefolgt von China und Kanada, die ebenfalls über bedeutende Eigenförderungen verfügen, um ihren hohen Inlandsbedarf zu decken.

Auf der Seite der Importeure zeigt sich ein Bild, das vor allem von hochindustrialisierten Nationen mit begrenzten eigenen Ressourcen geprägt ist. China hat sich hier in den letzten Jahren zum weltweit größten Importeur aufgeschwenkt, da der Hunger der chinesischen Industrie und der Übergang von Kohle zu Gas eine gigantische Nachfrage erzeugt, die sowohl über Pipelines aus Zentralasien und Russland als auch über LNG-Terminals an den Küsten gestillt wird. In Europa gehört Deutschland traditionell zu den bedeutendsten Importeuren, wobei sich die Bezugsquellen nach den geopolitischen Verwerfungen des Jahres 2022 drastisch von russischem Pipelinegas hin zu norwegischem Gas und verflüssigtem Erdgas aus den USA und Katar verlagert haben. Auch Japan und Südkorea spielen eine zentrale Rolle auf dem Weltmarkt, da sie aufgrund ihrer geografischen Lage fast ihren gesamten Bedarf über den Seeweg in Form von Flüssiggas decken müssen und somit die Preise auf dem asiatischen Markt maßgeblich beeinflussen.

Fundamentaler Basiseffekt: Stärke zwischen dem 7. Und 26. April

Dass der Erdgaspreis (Natural Gas) im April – speziell in dem genannten Fenster vom 7. bis zum 26. April – eine so starke saisonale Häufung von Kursanstiegen zeigt, ist ein bekanntes Phänomen unter Rohstoff-Tradern. Es ist die Zeit des sogenannten "Shoulder Season Reversals".

Hier ist die fundamentale Begründung für dieses 75%-Muster:

1. Das Ende der Heizsaison („Storage Injection Season“)

Anfang April endet in den USA und Europa offiziell die Heizperiode.

·         Der psychologische Boden: Ende März/Anfang April erreichen die Erdgasspeicher oft ihren tiefsten Stand. Die Angst vor Knappheit im Winter ist weg, weshalb der Preis oft im März sein Jahrestief markiert.

·         Ab dem 7. April: Die Versorger beginnen, die leeren Speicher für den nächsten Winter wieder aufzufüllen. Diese massive, konstante Nachfrage zur Einspeisung (Injection) bildet ein fundamentales Preis-Floor. Der Markt "weiß", dass ab jetzt monatelang gekauft werden muss, egal wie das Wetter aktuell ist.

2. Wartungsarbeiten an der Infrastruktur

Der April ist das Hauptfenster für Wartungsarbeiten an Pipelines und Förderanlagen.

·         Angebotsschock: Da im April weder extrem geheizt noch (durch Klimaanlagen) extrem gekühlt wird, nutzen die Betreiber dieses Fenster für Reparaturen.

·         Effekt: Dies führt oft zu einer temporären Verknappung des Angebots oder zu Engpässen im Pipelinenetz. Weniger verfügbares Gas bei gleichzeitig startender Speicherbefüllung treibt den Preis nach oben.

3. Vorbereitung auf die „Cooling Season“ (Klimaanlagen)

Traders schauen im April bereits zwei bis drei Monate voraus.

·         Stromerzeugung: Erdgas ist der wichtigste Brennstoff für US-Spitzenlastkraftwerke, die den Strom für Klimaanlagen liefern.

·         Frühzeitige Positionierung: Wenn die Wettervorhersagen Ende April erste Hitzewellen für den Juni oder Juli in den Südstaaten (Texas, Florida) andeuten, fangen Spekulanten an, sich massiv einzudecken. Das Zeitfenster bis zum 26. April ist genau die Phase, in der diese Wettermodelle für den Sommer relevant werden.

4. Der „Contango-Roll“ im Mai-Kontrakt

An der NYMEX läuft der Mai-Kontrakt für Erdgas (NGK26) meist um den 26. bis 28. April aus.

·         Short-Eindeckungen: Viele Trader, die über den Winter auf fallende Preise gesetzt haben (Short), müssen ihre Positionen vor dem Verfall schließen. Dieser Rückkaufdruck konzentriert sich oft auf die zwei Wochen vor dem Verfall – also exakt dein Zeitfenster.

69 Prozent Trefferquote!

Obwohl der Effekt in den 90er-Jahren, wie auch in den frühen 2000ern eher moderat ausgeprägt war, verzeichnet dieses simple Setup eine sagenhafte Trefferquote von 69 Prozent. Speziell in den jüngsten 20 Jahren läuft es, wie an der Schnur gezogen.

Equity des saisonalen Setups auf Erdgas für Long im April
Quelle: www.tradingview.com

Hier stieg Erdgas zwischen dem 7. April und dem 26. April gar in 75 Prozent der Fälle. Der Draw Down belief sich gerade einmal auf 7065 US-Dollar und der Profit-Factor brilliert mit einem Wert von 3,19.

Equity des saisonalen Setups auf Erdgas für Long im April
Quelle: www.tradingview.com

Fazit

Saisonalitäten haben, so es sich um echte Saisonalitäten handelt, die über viele Jahrzehnte stabil performen, stets fundamentale Grundlagen als Treiber. So verhält es sich auch beim Erdgaspreis, der aus den in diesem Artikel aufgeführten Effekte in drei von vier Jahren der letzten beiden Dekaden zwischen dem 7. April und dem 26. April ansteigt. Wichtig bei solchen einfachen, aber stabilen Setups: man sollte dutzende dieser Gattung und Klasse miteinander kombinieren und diese konsequent über einen angemessen langen Zeitraum von 10 und mehr Jahren handeln. Dann ist es höchstwahrscheinlich, dass man die jeweiligen statistischen Erwartungswerte ziemlich genau trifft. Um in diesem Jahr an dieser Chance partizipieren zu können, haben wir Ihnen ein geeignetes Produkt ausgesucht. Nachfolgend stellen wir es Ihnen gerne vor.

Unlimited Turbo Long Optionsschein auf Erdgas

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Long Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 2,029 Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von 2,82 US-Dollar ergibt sich somit ein Hebel von 3,32. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet PK6V06.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  3,8-4 USD

Unterstützungen: 2,2-2,5 USD

Unlimited Turbo Long Optionsschein auf Erdgas

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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