Preise rund ums Autofahren im März 6,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor
Berlin, 13. Apr (Reuters) - Autofahren ist angesichts des Ölpreishöhenflugs zuletzt im Schnitt deutlich teurer geworden. Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Autofahren, zusammengefasst im Kraftfahrer-Preisindex, lagen im März 2026 um 6,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt am Montag weiter mitteilte, fiel der Anstieg binnen Jahresfrist überdurchschnittlich groß aus. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im gleichen Zeitraum um 2,7 Prozent zu. An der Zapfsäule spürten Autofahrer die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten deutlich: Kraftstoffe verteuerten sich im März um 20,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter Dieselkraftstoff um 29,7, Superbenzin um 17,3 und Autogas um 1,1 Prozent.
Auch die Fahrkartenpreise für öffentliche Verkehrsmittel sind im März gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen: Für kombinierte Tickets für Bus und Bahn mussten Fahrgäste 6,2 Prozent mehr bezahlen. Hier wirkte sich vor allem die Preiserhöhung beim Deutschlandticket im Januar 2026 aus. Eine Bahnfahrt im Nahverkehr verteuerte sich binnen Jahresfrist um 5,3 Prozent, eine Bahnfahrt im Fernverkehr um 1,4 Prozent.
(Bericht von Reinhard Becker, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

