Dax über 24.000 Punkte – Nemetschek plant Übernahme

Die Hoffnung auf einen Frieden im Nahen Osten hat dem Dax am Dienstag klar Auftrieb gegeben. Kurz nach Handelsbeginn überwand der wichtigste deutsche Aktienindex die Marke von 24.000 Punkten, über welcher die Erholung in der Vorwoche Grenzen aufgezeigt bekommen hatte. Zuletzt stand noch ein Plus von rund ein Prozent auf 23.988 Punkte zu Buche.
Der MDax mit den mittelgroßen hiesigen Börsenunternehmen gewann am Dienstagmorgen 1,22 Prozent auf 30.621 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um knapp 0,8 Prozent bergauf.
Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwägten, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormus öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.
Nemetschek kurz vor einer Übernahme
Am deutschen Aktienmarkt steht der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter Nemetschek mit einer Übernahme im Fokus. Zum geplanten Kauf von Heavy Construction Systems Specialists (HCSS) schrieb ein Börsianer, der US-Branchenkollege sei ein Qualitätsunternehmen und die Transaktion erscheine strategisch überzeugend. Dementsprechend rechnet er mit einer positiven Kursreaktion. Die Aktie startete in den ersten Handelsminuten zwar mit Gewinnen, fiel anschließend jedoch wieder auf das Vortagesniveau zurück.
Heidelberger Druck erschließt neues Geschäftsfeld
Heidelberger Druck startet mit einem Plus von acht Prozent in den Tag. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke will sich am Nachmittag am Standort Brandenburg an der Havel über den Einstieg ins Drohnenabwehrgeschäft informieren, den der Druckmaschinenhersteller bereits Mitte März bekannt gegeben hatte. Es handelt sich um ein neues Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG mit dem US-amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems.
Nordex verliert Aufträge
Der Windanlagenbauer Nordex berichtete für das erste Quartal einen Auftragsrückgang bei leicht gestiegenen Verkaufspreisen. Konzernchef José Luis Blanco sprach von einem erwartungsgemäßen Jahresstart. Einen großen Einfluss auf die Aktie hatte die Nachricht nicht. In den ersten Handelsminuten verlor die Aktie knapp 0,1 Prozent an Wert.
(Mit Material von dpa-afx)
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