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Erster Shortkandidat

Trading-Chance Intel: Short-Chance nach Mega-Rallye

Trading-Chance-Redaktion · Uhr (aktualisiert: Uhr)

Wir beginnen nun, immer wieder auch Chancen auf der Shortseite in ausgewählten Titeln zu suchen, da die Märkte in einem weit fortgeschrittenen Bullenmarkt sind und einzelne Aktien teils absurd weit weg von einer potenziell fairen Bewertung liegen. Viel Positives ist eingepreist, was diese Aktien anfällig macht für Korrekturen. Heute stellen wir eine Short-Chance auf eine Aktie vor, die sich binnen der letzten 12 Monate extrem stark entwickelt hat und bei der sich der Kurs von den Fundamentalkennzahlen abgekoppelt hat: Intel!

Quelle: onvista

Die Aktienmärkte sind in den USA und Europa lange und sehr deutlich gestiegen. Inzwischen liquidieren immer mehr smarte Marktteilnehmer zumindest Teile Ihrer Aktienbestände. Dazu zählen unter anderem Investoren-Legende Warren Buffett und Michael Burry, der mit seiner Spekulation gegen den US-Häusermarkt berühmt wurde. Für uns ist nach Jahren, in denen wir primär auf der langen Seite aktiv waren, nun auch die Zeit gekommen, sehr selektiv vorzugehen und auch intensiver nach teuren und heiß gelaufenen Aktien zu schauen, um sich für eine Korrektur zu wappnen. Wichtig dabei ist, sich bewusst zu machen, dass der Übergang von einem Bullen- in einen Bärenmarkt meist schleichend abläuft. Es ist entsprechend nicht die Zeit, panikartig alles zu verkaufen. Der Bullen-Run kann durchaus noch etwas fortgesetzt werden. Doch die Luft wird zunehmend dünner und schrittweise Short-Engagements aufbauen, ist aus der Erfahrung heraus die richtige Verfahrensweise.

Was macht Intel?

Intel ist in der Technologiebranche und gilt als einer der weltweit führenden Hersteller von Mikroprozessoren. Diese Mikroprozessoren werden in einer Vielzahl von Computern und Servern verwendet. Neben der Prozessorenherstellung engagiert sich Intel auch in der Entwicklung von Chipsets, die als Schnittstellen zwischen dem Mikroprozessor und dem Rest des Computersystems dienen. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld von Intel ist die Data Center Group, die Produkte und technologische Lösungen für Rechenzentren anbietet. Dazu zählen Server, Speicherprodukte, Netzwerktechnologien und Software. Diese Produkte und Lösungen sind darauf ausgerichtet, die Funktionalität und Effizienz von Rechenzentren zu steigern. Darüber hinaus ist Intel im Bereich der Internet of Things (IoT) aktiv, wo es Technologien und Plattformen bereitstellt, die vernetzte Geräte und Systeme ermöglichen. Diese IoT-Lösungen finden in verschiedenen Industriebereichen Anwendung, einschließlich Automobilindustrie, Einzelhandel und Industrieautomation. Intel beteiligt sich ebenfalls an der Entwicklung und Vermarktung von Memory and Storage Solutions, einschließlich Solid-State-Drives (SSDs) und 3D-XPoint-Technologie, die unter dem Markennamen Optane vertrieben wird.

Fundamentale Kennzahlen unter der Lupe

Hatte das Unternehmen 2020 noch eine Netto-Marge von 26 Prozent, so wird diese für 2026 bei nahezu Null erwartet. Der Gewinn sank im gleichen Zeitraum von 4,94 Dollar je Anteilsschein auf Null und ist sogar leicht negativ für das laufende Geschäftsjahr. Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis gibt es dementsprechend nicht. Diese Entwicklung erscheint diametral entgegengesetzt zu der des Kurses, wie wir nun sehen werden.

Short am Widerstand nach steilem Kursanstieg

Der Intel-Kurs bewegt seit der Jahrtausendwende in einer breiten Range, deren Unterkante bei 15-20 Dollar und deren obere Begrenzung in der Region um 65 Dollar liegen. Vor ziemlich genau einem Jahr rangierte der Aktienkurs des Unternehmens noch an der unteren Begrenzung, um nunmehr den Widerstandsbereich am oberen Ende zu erreichen. Hier liegt ein massiver Widerstand, der zu einem Short-Einstieg geradezu einlädt. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass steile Rallyes in der Aktie zuverlässig mit ungeheurer Dynamik abverkauft wurden. Davon gehen wir auch jetzt wieder aus, zumal sich die Zahlen alles andere als erbaulich darstellen.

Langfristiger Chart der Intel-Aktie
Quelle: www.tradingview.com

Dramatische Entwicklung seit 2020

Die Geschichte von Intel seit 2020 ist eine der dramatischsten Transformationen in der modernen Industriegeschichte – weg von der unangefochtenen Dominanz hin zu einem Überlebenskampf und einem radikalen Konzernumbau. Während Intel 2020 noch Rekordumsätze feierte, geriet das Unternehmen kurz darauf in eine Abwärtsspirale, die 2024 und 2025 in massiven Verlusten und einer historischen Umstrukturierung gipfelte.

Der dramatische Rückgang bei Margen und Gewinn

Lange Zeit war Intel für Bruttomargen von über 60 % bekannt – ein Zeichen für technologische Überlegenheit und Preismacht. Bis 2024 stürzte diese Marge massiv ab. Die Gründe dafür sind vielfältig und verstärkten sich gegenseitig:

Der "Foundry"-Drag: Unter dem ehemaligen CEO Pat Gelsinger (und fortgeführt unter seinem Nachfolger Lip-Bu Tan) investiert Intel massiv in den Aufbau einer eigenen Auftragsfertigung (Intel Foundry). Das Ziel ist es, Chips für andere Firmen wie Microsoft oder Amazon zu bauen. Dieser Aufbau verschlingt zweistellige Milliardenbeträge, während die Fabriken noch nicht ausgelastet sind. Allein 2023 und 2024 verbuchte diese Sparte operative Verluste von jeweils rund 7 Milliarden Dollar.

Technologische Rückstände: Intel verlor den Anschluss bei der Fertigungsgröße (Nanometer-Rennen) an TSMC. Während Konkurrenten wie AMD ihre Chips bei TSMC hocheffizient fertigen ließen, kämpfte Intel mit Verzögerungen in der eigenen Produktion. Das zwang Intel dazu, Preise zu senken, um Marktanteile zu halten, was direkt an der Gewinnmarge nagte.

Der verpasste KI-Boom: Während Nvidia zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufstieg, hatte Intel kaum konkurrenzfähige Beschleuniger-Chips für Künstliche Intelligenz. Der Markt für klassische Server-CPUs (Intels Kerngebiet) schrumpfte zugunsten von KI-GPUs, was zu einem massiven Einbruch der Marktanteile im Datencenter-Bereich führte (von fast 70 % im Jahr 2021 auf zeitweise unter 10 % im KI-relevanten Segment 2025).

Die Zäsur 2024/2025: Rettung und Staatsbeteiligung

Das Jahr 2024 markierte den Tiefpunkt mit milliardenschweren Abschreibungen und der Ankündigung, weltweit über 15.000 Stellen zu streichen. Das Projekt der Megafabrik in Magdeburg wurde gestoppt, da die finanziellen Mittel fehlten und die Nachfrageerwartungen zu optimistisch waren. Die Wende kam durch zwei außergewöhnliche Ereignisse im Jahr 2025: 1. Staatseinstieg: Die US-Regierung stieg mit einer 10-prozentigen Beteiligung direkt bei Intel ein, um die heimische Chipproduktion als nationale Sicherheitsfrage zu stützen. 2. Strategische Allianzen: Überraschenderweise investierte auch der Rivale Nvidia Milliarden in Intel, um sich Kapazitäten in der US-Fertigung zu sichern und eine Alternative zum dominierenden Fertiger TSMC in Taiwan zu haben.

Aktueller Status und Ausblick

Heute, im Jahr 2026, zeigt der Sparkurs erste Wirkungen. Die Bruttomargen haben sich durch die Reduzierung der Belegschaft und den Verkauf von Unternehmensteilen (wie Altera) wieder in Richtung 35–40 % stabilisiert. Technologisch ruhen alle Hoffnungen auf dem 18A-Prozess, der Intel zurück an die Spitze der Fertigungstechnologie bringen soll. Die Gewinne sind zwar wieder leicht positiv, aber weit entfernt von den Glanzzeiten vor 2020. Intel ist nicht mehr der "König der Chips", sondern ein hybrider Konzern, der versucht, sich als "westliche Antwort auf TSMC" neu zu erfinden.

Fazit

Staatsbeteiligungen sind ein zweischneidiges Schwert und nehmen den Unternehmen meist die notwendige Freiheit in den Entscheidungen bei Investitionen. Die Rettung des Konzerns hat eine Kurs-Rallye ausgelöst, doch nun muss geliefert werden. Das Überraschungspotenzial ist nach unserer Ansicht inzwischen längst wieder auf der negativen Seite. Darum suchen wir hier aktuell einen ersten Short-Einstieg. Ein geeignetes Produkt, mit dem auch Sie an einer möglichen Korrektur der Aktie partizipieren können, stellen wir nachfolgend vor.

Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Intel

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 82,461 USD. Bei einem aktuellen Kurs von 65,18 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von 3,7. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet BY36AS.

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 65 USD

Unterstützungen: 13-20 USD

Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Intel

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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