Trading-Chance Dow Jones: Bearishe Divergenz
Eine neue Trading-Chance eröffnet sich im Bereich der Indizes. Hier gibt es ein konkretes Signal für einen Markt, das wir in einem sehr viel schwächeren Markt Short umsetzen. Im heutigen Artikel erklären wir, was es mit dem Signal auf sich hat, welcher Markt ausgeprägte Schwäche zu einem korrelierten Markt aufweist und welche Besonderheiten der Index im Allgemeinen mit sich bringt. Schließlich stellen wir eine konkrete Trading-Chance mit einem passenden Produkt vor.

Wie bereits in unserem letzten Artikel erläutert, wird die Luft nun dünner für die Aktienmärkte. Noch ist es zu früh, eine Baisse auszurufen, zumal die Indizes mit der enormen Belastung durch den Iran-Krieg sehr tapfer umgegangen sind. Doch mitunter resultieren aus solchen vermeintlich gut überstandenen Krisen Spätschäden, die sich erst im Verlauf der Zeit zeigen. Für uns ist die Maxime jahrelang gewesen „bei Schwäche Long“. Und diese ist nun übergegangen zu „selektiv erste Shorts“ und wird eines Tages zu „jede Erholung shorten“ mutieren. Doch bis dahin sollte noch etwas Zeit vergehen. Märkte gehen häufig schleichend von einer in die nächste Phase über. Also halten wir es mit unserer Handelsweise genauso. In der gegenwärtigen Phase ergeben sich für uns auch weiterhin Long-Chancen. Doch es gibt bereits erste Shorts, die auf unserer Handelsliste landen. Dabei achten wir auf treffsichere Signale, wie zum Beispiel von unserem RW Predator Indikator oder auch auf relative Stärke/Schwäche eines Marktes gegenüber eines korrelierten Marktes.
Wissenswertes über den Dow Jones
Der Dow Jones Industrial Average, oft einfach nur als „Dow“ bezeichnet, ist das traditionsreichste Barometer der US-amerikanischen Wirtschaft und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis in das Jahr 1896 reicht. Ursprünglich von Charles Dow und Edward Jones als Durchschnittswert von nur zwölf Industrieunternehmen konzipiert, hat er sich über die Jahrzehnte zu einem globalen Leitindex entwickelt, der heute 30 der bedeutendsten Blue-Chip-Unternehmen der USA umfasst. Im Gegensatz zu moderneren Indizes ist der Dow Jones jedoch ein preisgewichteter Index, was eine fundamentale Besonderheit in seiner Struktur darstellt. Das bedeutet, dass Unternehmen mit einem absolut höheren Aktienkurs ein stärkeres Gewicht im Index haben als solche mit einem niedrigen Kurs, völlig unabhängig von ihrer tatsächlichen Marktkapitalisierung oder wirtschaftlichen Größe. Dieser strukturelle Unterschied führt zu einer markanten Abgrenzung gegenüber dem S&P 500 oder dem Nasdaq 100, die beide nach der Marktkapitalisierung gewichtet sind.
Während im S&P 500 die wertvollsten Konzerne dominieren, kann im Dow Jones eine optisch teure Aktie eines kleineren Unternehmens die Indexbewegung stärker beeinflussen als die Aktie eines gigantischen Konzerns mit niedrigem Kurswert. Zudem ist der Dow Jones durch seine Beschränkung auf lediglich 30 Werte deutlich konzentrierter und weniger diversifiziert als der breite Markt. Die Zusammensetzung wird nicht durch feste mathematische Regeln, sondern durch ein Komitee des Wall Street Journal bestimmt, welches darauf achtet, dass die Unternehmen einen exzellenten Ruf genießen, nachhaltiges Wachstum zeigen und die Breite der US-Wirtschaft repräsentieren, wobei der Transport- und Versorgungssektor in eigenen Spezialindizes ausgeklammert werden. Die Schwergewichte des Index haben sich über die Zeit massiv gewandelt und spiegeln den Übergang von der klassischen Industrie zur Technologie- und Dienstleistungsgesellschaft wider. Waren früher Eisenbahn- und Stahlwerte die Taktgeber, so finden sich heute Giganten wie UnitedHealth Group, Goldman Sachs oder Microsoft an der Spitze der Gewichtung, sofern deren Aktienkurse entsprechend hoch notieren. Diese Dynamik sorgt dafür, dass der Index trotz seiner geringen Mitgliederzahl eine erstaunliche Resilienz zeigt. In Phasen, in denen Technologiewerte unter Druck geraten, profitiert der Dow oft von seiner stärkeren Gewichtung in defensiven Sektoren wie dem Gesundheitswesen oder dem Finanzsektor, was ihn in Bärenmärkten häufig stabiler als den technologielastigen Nasdaq macht.
Historisch betrachtet hat der Dow Jones eine beeindruckende Performance geliefert, die den langfristigen Aufstieg der US-Wirtschaft dokumentiert. Von seinem Startwert bei etwa 40 Punkten hat er über die Jahrzehnte zahlreiche Meilensteine wie die 10.000er-, 20.000er- und zuletzt die 40.000er-Marke durchbrochen. Zwar liegt seine durchschnittliche jährliche Rendite oft leicht unter der des S&P 500, was der geringeren Diversifikation und dem Verzicht auf viele wachstumsstarke Mid-Caps geschuldet ist, doch bleibt er das psychologisch wichtigste Symbol der Wall Street. Für Anleger und die breite Öffentlichkeit ist der Stand des Dow Jones bis heute das Synonym dafür, ob es „der Börse“ gut geht, auch wenn er rein technisch gesehen durch seine Preisgewichtung ein Relikt aus einer Zeit ist, in der Kursdurchschnitte noch mühsam von Hand mit Papier und Bleistift berechnet wurden.
RW Predator mit kurzfristigem Shortsignal
Warum taucht in einer Trading-Chance auf den Dow Jones plötzlich der S&P 500 Future im Chart auf? Ein Fehler, ein Versehen? Bei weitem nicht! Vielmehr scannen wir mit unseren Setups und selbstentwickelten Indikatoren alle Märkte und spüren Chancen und Signale auf. Im Aktienbereich gibt es seit dem gestrigen Handelsende ein erstes Short-Signal auf den marktbreiten S&P 500. Der Indikator misst dabei nicht etwa absolute Preishochs, sondern filtert die nicht sichtbare innere Struktur, in der ein Trend läuft. So lassen sich treffsicher immer wieder Situationen nahezu perfekt timen. Wenn ein Signal auftritt gibt es häufig Mindestkorrekturen von etwa zwei Prozent. Sobald dieses Korrekturziel erreicht ist, nehmen wir stets das Risiko raus, indem wir a) einen Teilausstieg vornehmen und b) den Rest am Einstand absichern. Immer wieder entstehen dabei dann größere Trends mit einem Ausmaß von 10 bis 20 Prozent, die wir mit der verbliebenen Position dann abschöpfen können. Innerhalb des jeweiligen Sektors prüfen wir, sobald ein solches RW Predator Signal vorliegt, ob es korrelierte Märkte gibt, die in die spezifische Richtung mehr Potenzial aufgrund relativer Stärke (bei Long-Signalen) oder Schwäche (bei Short-Signalen) haben.

Dow nun erstmals signifikant schwächer gegenüber dem S&P 500
Es ist ein simples, aber effizientes Prinzip: Relative Stärke! Jeder Markt hat eng korrelierte Märkte, gegenüber denen er sich entweder im exakten Gleichlauf befindet (höchst selten) oder von deren Entwicklung in Nuancen abweicht. Und genau hieraus können wir ausgezeichnete Trading-Chancen herleiten, wie wir auch am aktuellen Beispiel sehen. Seit Herbst 2025 zeigte der Dow Jones gegenüber dem marktbreiten S&P 500 immer wieder relative Stärke in der Form, dass er bereits neue Hochs markiert, als der S&P 500 noch mit den alten kämpfte. Oder aber der Dino unter den Aktienindizes schoss mit viel größerer Dynamik gen Norden. Das Blatt hat sich gewendet, der Wind hat nun gedreht. Denn während der S&P 500 ganz frisch auf ein neues Mehrmonats- und Allzeithoch angestiegen ist (siehe Chart) bleibt der Dow Jones weit unter seinem Februar-Hoch zurück. Für Short-Einstiege bevorzugen wir stets den schwächsten Markt im jeweiligen Sektor. Das ist in dem Fall ganz eindeutig der Dow Jones. Da ab 49.000 Punkten ein massiver Widerstandsbereich wartet, in dem es einen potenziellen Angebotsüberhang gibt, bietet sich heute für uns eine erste Short-Gelegenheit auf den Dow.

Fazit
Ein Short-Signal im S&P 500 Future und ein signifikant schwächerer Dow Jones Index sind der Mix, auf dem die heutige Trading-Chance fußt. Da wir insgesamt noch in einem Bullenmarkt sind, gewichten wir solche ersten Signale typischerweise nur halb. So gelingt ein Spagat zwischen „Signale konsequent handeln“ und „vorherrschende Bedingungen adaptieren“. Damit auch Sie an einer möglichen Schwäche des Dow partizipieren können, haben wir ein geeignetes Produkt ausgesucht, das wir Ihnen nachfolgend vorstellen.
Open end Turbo Bear Optionsschein auf den Dow Jones
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end Turbo Bear Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 58.594,04 Zählern. Bei einem aktuellen Kurs von 48.463 Punkten ergibt sich somit ein Hebel von 4,8. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet UN37LG.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 49.000 Pkt
Unterstützungen: 43.000 Pkt
Open end Turbo Bear Optionsschein auf den Dow Jones
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.



