Schwedische Netzwerkausrüster

Ericsson spürt Schattenseiten des KI-Booms

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: nitpicker/Shutterstock.com

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson bekommt indirekt die Folgen des KI-Booms zu spüren. Steigende Beschaffungskosten seien teilweise auf die hohe Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) zurückzuführen, erklärte Konzernchef Börje Ekholm am Freitag bei ‌Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen. Der Boom treibe die Preise für Bauteile in die Höhe. Finanzchef Lars Sandström sagte der Nachrichtenagentur ⁠Reuters, Ericsson ⁠bemühe sich bei seinen Lieferanten darum, diesen Effekt abzumildern. Das Unternehmen werde jedoch auch auf die Kunden zugehen müssen, um die Lasten zu teilen. Zum Jahresauftakt musste Ericsson deutliche Rückgänge bei Umsatz und operativem Gewinn hinnehmen.

So sanken die Erlöse ‌im ersten Quartal im Vergleich zum ‌Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 49,3 Milliarden Kronen (knapp 4,6 Milliarden Euro). Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) lag bei 5,2 Milliarden Kronen (rund 480 Millionen Euro). ⁠Das ist im Vergleich zum Jahresbeginn 2025 ein Rückgang von ‌16 Prozent, im Vergleich zum Vorquartal ⁠von 57 Prozent.

Neben den höheren Kosten für Halbleiter belastete auch ein Umsatzrückgang in Nordamerika im mittleren einstelligen Prozentbereich das Geschäft. Finanzchef Sandström verwies dabei auf ein starkes ‌Vorjahresquartal. Er betonte, dass die ⁠grundlegenden Marktbedingungen in der Region ⁠solide blieben.

Ericsson setzt stark auf den US-Markt, auch wenn die transatlantischen Beziehungen unter US-Präsident Donald Trump angespannt sind. Der schwedische Konzern, der neben dem finnischen Konkurrenten Nokia zu den wichtigsten westlichen Anbietern von Netzwerkausrüstung gehört, hatte sich 2023 einen 14 Milliarden Dollar schweren Auftrag des US-Mobilfunkers AT&T gesichert.

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