Henry Philippson

Das Fazit meiner jüngsten Analyse zum Goldpreis vom 9. April ("Gold: Nach dieser Erholung sollten Gewinne abgesichert werden") lautete wie folgt:
“Solange der Goldpreis nun nicht wieder nachhaltig unter 4.700 Dollar je Feinunze abrutscht, bleibt der Weg des geringsten Widerstands aus charttechnischer Sicht vorerst weiter aufwärts Richtung 4.900 bis 5.000 Dollar.“
Die Marke von 4.700 Dollar war die avisierte Unterstützung und wurde seit dem 9. April nicht mehr auf Schlusskurs-Basis (Vier-Stundenchart) unterboten. Das obere Ziel dagegen, die 4.900er-Marke, hat der Goldpreis erreicht. Aber: Mehr gelang bisher nicht.
Abwärtstrend im Fokus
Im Vier-Stundenchart hat sich seit dem Hoch um 4.900 Dollar ein kurzfristiger Abwärtstrend etabliert. Kann dieser in den kommenden Tagen überwunden werden, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine neue Aufwärtsbewegung in Richtung 5.000-Dollar-Marke.
Der Bereich um 4.700 Dollar je Feinunze fungiert weiterhin als zentrale kurzfristige Unterstützungsmarke. So lange dieses Niveau nicht wirklich nachhaltig unterschritten wird, behalten vorerst die Käufer die besseren Chancen aus technischer Sicht.
Ein Bruch der angesprochenen Abwärts-Trendlinie in Richtung höherer Kurse wäre als prozyklisches Kaufsignal mit Ziel 4.950/5.000 Dollar zu verstehen. Der Ausgang dürfte aller Voraussicht nach von den Verhandlungen zum Irankrieg abhängen. Sollte eine Einigung zwischen den USA und Iran erzielt werden können, dürfte sich dies kurzfristig positiv auf den Goldpreis auswirken.





