Dax Tagesrückblick 27.04.2026

Dax rutscht ab - Siemens verhindert größere Verluste

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Quelle: Imagentle/Shutterstock.com

Stockende Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben den Dax am Montag leicht in die Verlustzone gedrückt. Die Marke von 24.000 Punkten hielt jedoch. Größere Verluste verhinderten dabei Kursgewinne bei Siemens.

Weder aus Washington noch aus Teheran kamen zu Wochenbeginn offizielle diplomatische Signale. Die Ölpreise stiegen wieder. "Der Großteil der Anleger wartet ab und fokussiert sich auf nur wenige Unternehmen", kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets das Börsengeschehen hierzulande. "Alles in allem aber überwiegt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges und stützt die europäischen Aktienmärkte."

Der Dax verlor nach anfänglichen Gewinnen letztlich 0,19 Prozent auf 24.083 Punkte und knüpfte damit an seinen Verlust aus der vergangenen Woche von etwas mehr als zwei Prozent an. Der MDax mit den mittelgroßen Werten legte um 0,37 Prozent auf 30.362 Zähler zu. Europaweit und in den USA wurden ebenfalls, ähnlich wie im Dax, moderate Verluste verbucht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,39 Prozent.

Siemens und Commerzbank stark im Dax

Größere Verlustre im Dax verhinderte vor allem ein deutlicher Anstieg der Siemens-Papiere. Sie kletterten auf den höchsten Stand seit Mitte Februar und legten um 3,6 Prozent zu. Dass sich die Titel des Technologiekonzerns seit Jahresbeginn schwächer als jene der Konkurrenz entwickelt haben, hält Analyst Alasdair Leslie von Bernstein Research für ungerechtfertigt. Er sieht Siemens in den kommenden Monaten vor einer Neubewertung und Spielraum für weitere Aktienrückkäufe.

Zu den Top-Werten im Dax gehörten auch die Aktien der Commerzbank. Nach einer viertägigen Verlustserie verhalf ihnen eine Kaufempfehlung der Bank of America (BofA) zu einem Kursgewinn von 2,4 Prozent auf 34,64 Euro. Die Analysten um Tarik El Mejjad begründeten ihre Hochstufung von "Neutral" auf "Buy" mit der Attraktivität des Papiers, auch unabhängig von einer möglichen Übernahme durch die Unicredit . Dabei verwiesen sie auf das überdurchschnittliche Gewinnwachstum je Aktie.

Gut aufgenommene Quartalszahlen des Windturbinen-Herstellers Nordex trieben die Aktien auf das höchste Niveau seit dem Jahr 2002. Zum Handelsschluss belief sich das Kursplus auf 5,7 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf bauten sie damit ihren Kursgewinn auf 69 Prozent aus. Analysten reagierten mit viel Lob für die Geschäftsentwicklung. Die Profitabilität habe die Erwartungen klar übertroffen, der Auftragsbestand liege auf Rekordniveau, kommentierte Richard Dawson von der Berenberg Bank.

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Die Anteilsscheine von Eon sanken um rund ein Prozent nach einem Medienbericht, wonach sich der Energiekonzern in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf des britischen Versorgers Ovo Energy befindet. Zwar stünden die Unternehmen kurz vor einer Vereinbarung, ein Scheitern sei aber noch möglich, berichtete der Nachrichtensender Sky am Samstag unter Berufung auf Industriekreise.

Euro etwas stärker, Gold leicht schwächer

Der Euro legte etwas zu Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1740 US-Dollar gehandelt. Sie lag damit etwas höher als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1749 (Freitag: 1,1712) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8511 (0,8538) Euro.

Die Unsicherheit mit Blick auf den Iran-Krieg bleibt hoch. Diplomatische Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump sagte eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Die Straße von Hormus bleibt damit fast vollständig geschlossen.

Wenig Bewegung gab es bei Gold. Das Edelmetall verlor leichte 0,13 Prozent, eine Feinunze (31,1 Gramm) kostete damit 4.673 US-Dollar. Damit verbleibt der Preis in seiner Handelsspanne seit Anfang April. Unsicherheiten rund um die Lage im Nahen Osten belasteten das Edelmetall ebenso wie die Börsen.

(mit Material von dpa-AFX)

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