von
Kryptowährungen

Das Altcoin-Universum als Hebel ins eigene Portfolio bringen – ganz einfach, mit diesen ETPs

Investment-Idee-Redaktion · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Artikel teilen:
Symbolische Darstellung verschiedener Krypto-Währungen
Quelle: Alvaro – stock.adobe.com

Bitcoin hat sich in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Makro-Asset entwickelt, das auch die Wallstreet aufgrund seiner Eigenschaften als Wertspeicher und autonomes Netzwerk zu schätzen gelernt hat. Doch jenseits von Bitcoin erstreckt sich noch ein ganzer Anlagekosmos, dessen Innovationskraft weit über Bitcoin hinausgeht.

Die Rede ist von sogenannten Altcoins, deren Anwendungsfelder die gesamte Infrastruktur der digitalen Finanzwelt und darüber hinaus in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich prägen könnten. Die zentrale Frage lautet daher: Reicht ein Investment in Bitcoin aus – oder lohnt sich der Blick über den Tellerrand?

Was sind Altcoins – und warum gibt es sie? 

Der Begriff „Altcoin“ steht für „Alternative Coin“ und umfasst grundsätzlich alle Kryptowährungen, die nicht Bitcoin sind. Ein zentraler Unterschied liegt in der Funktionalität: Während Bitcoin klar den Anwendungszweck als Wertspeicher und alternatives Geldsystem anstrebt, fokussieren sich die meisten Altcoin-Projekte auf deutlich komplexere Anwendungsbereiche. Sie bilden die Grundlage für komplexe digitale Ökosysteme. Sie ermöglichen beispielsweise:

  • Smart Contracts (selbstausführende Verträge),
  • dezentrale Finanzanwendungen (DeFi),
  • Tokenisierung von Vermögenswerten,
  • oder neue Formen digitaler Plattformen.

Damit sind Altcoins weniger „Währung“ im klassischen Sinne – sondern eher vergleichbar mit technologischen Plattformen innerhalb einer neuen digitalen Infrastruktur.

Warum es nicht den einen Gewinner geben muss 

Ein häufiger Denkfehler im Kryptomarkt ist die Annahme, dass sich langfristig nur ein Projekt durchsetzen wird. Doch die Realität könnte deutlich differenzierter sein. Ein hilfreicher Vergleich ist die Entwicklung des Internets: Auch hier hat sich nicht ein einzelnes Unternehmen durchgesetzt, sondern ein ganzes Ökosystem aus spezialisierten Akteuren.

Ähnlich verhält es sich im Blockchain-Bereich. Unterschiedliche Netzwerke sind auf unterschiedliche Anwendungsfälle ausgelegt. Einige optimieren Sicherheit und Stabilität. Andere setzen auf Geschwindigkeit und Skalierbarkeit. Wieder andere spezialisieren sich auf bestimmte Branchen oder Anwendungen. Dieses Prinzip wird häufig als „Optionalität“ beschrieben: Die Zukunft ist offen – und verschiedene Technologien könnten parallel erfolgreich sein.

Für Anleger stellt sich daher die Frage der Diversifizierung auch innerhalb des Krypto-Anlagekosmos. Wer ausschließlich auf Bitcoin setzt, partizipiert zwar am Gesamtmarkt – könnte aber wichtige Entwicklungen in anderen Bereichen verpassen.

Die wichtigsten Altcoins im Überblick

Um die Rolle von Altcoins besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf konkrete Beispiele. Sie zeigen, wie unterschiedlich die Ansätze innerhalb des Kryptomarktes sein können.

Ethereum – Die Grundlage von Web3

Ethereum ist nach Bitcoin die zweitgrößte Kryptowährung – und gleichzeitig die wichtigste Plattform für Smart Contracts. Das Netzwerk bildet die Basis für zahlreiche Anwendungen: Dezentrale Finanzprotokolle (DeFi), NFTs, Tokenisierung, Web3-Anwendungen. Ethereum ist damit weniger ein reines Zahlungsmittel, sondern vielmehr eine Infrastruktur für eine neue Generation digitaler Dienste.

Solana – Fokus auf Geschwindigkeit und Skalierbarkeit

Solana verfolgt einen anderen Ansatz: maximale Effizienz. Dieses Blockchain-Netzwerk wurde entwickelt, um eine hohe Anzahl von Transaktionen in kurzer Zeit zu verarbeiten – bei gleichzeitig niedrigen Kosten. Das macht Solana besonders attraktiv für Anwendungen wie: Gaming, Trading-Plattformen, oder skalierbare Web3-Projekte.

Hyperliquid – Neue Trading-Infrastruktur auf der Blockchain

Hyperliquid steht für eine neue Generation von Blockchain-Anwendungen im Bereich Trading. Das Netzwerk ermöglicht: den Handel rund um die Uhr, direkte Abwicklung auf der Blockchain, sowie die Integration von klassischen Vermögenswerten (Real World Assets).

Ein besonders anschauliches Praxisbeispiel für diesen Ansatz lieferte zuletzt der Ölmarkt im Zuge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. Während klassische Handelsplätze wie die Chicago Mercantile Exchange (CME) nur zu bestimmten Zeiten geöffnet sind, bewegen sich Preise bei geopolitischen Ereignissen oft unabhängig von diesen Handelszeiten. Genau in diesen Phasen entsteht ein strukturelles Problem: Ein Großteil der Marktteilnehmer kann nicht reagieren, obwohl sich Preise bereits deutlich verändern.

Hier zeigt sich ein zentraler Vorteil von Blockchain-basierten Märkten. Auf Hyperliquid können Derivate – sogenannte Perpetual Futures – rund um die Uhr gehandelt werden, auch auf reale Assets wie Öl. In den Wochen nach Beginn der jüngsten Eskalation stieg das Handelsvolumen entsprechender Oil-Perpetuals zeitweise auf über eine Milliarde Dollar pro Tag. Damit wurde die Plattform in Phasen geschlossener traditioneller Märkte zu einem wichtigen Ort für Preisfindung, Absicherung und spekulative Positionierung. Was lange als theoretischer Vorteil von Krypto galt, wurde damit erstmals in größerem Maßstab sichtbar: Ein globaler Markt, der niemals schließt. Hyperliquid bewegt sich damit zunehmend an der Schnittstelle zwischen traditionellem Finanzsystem und einer neuen, jederzeit verfügbaren Finanzinfrastruktur.

XRP – Fokus auf Zahlungsverkehr

XRP verfolgt ein klar definiertes Ziel: die Optimierung internationaler Zahlungsströme. Das Netzwerk bietet: schnelle Transaktionszeiten, niedrige Kosten, sowie potenzielle Anwendungen im Bankensektor. Damit positioniert sich XRP stärker als Brücke zwischen klassischem Finanzsystem und Blockchain-Technologie.

Darum haben Altcoins eine Daseinsberechtigung im Portfolio

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Warum sollten Investoren überhaupt in Altcoins investieren? Ein zentrales Argument ist die Diversifikation – allerdings innerhalb der Assetklasse selbst. Während Bitcoin vor allem als Wertspeicher betrachtet wird, bieten Altcoins Zugang zu unterschiedlichen Technologien, verschiedenen Anwendungsfeldern und potenziell dynamischeren Entwicklungen.

Ein Vergleich mit dem Aktienmarkt kann helfen: Wer nur in ein einzelnes Unternehmen investiert, setzt auf eine spezifische Entwicklung. Wer hingegen mehrere Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen hält, streut sein Risiko und partizipiert breiter an Innovation. Ähnlich verhält es sich im Kryptomarkt.

Gleichzeitig gilt es die Altcoin-spezifischen Risiken zu berücksichtigen. Altcoins sind in der Regel volatiler und mit höheren Risiken verbunden als Bitcoin, nicht zuletzt aufgrund der geringeren Marktkapitalisierung und der niedrigeren Liquidität. Eine Beimischung sollte daher immer im Kontext der individuellen Risikobereitschaft erfolgen.

Portfoliomodelle (mit oder ohne Krypto) seit 2020
Quelle: CoinShares

Die Grafik zeigt, dass bereits eine kleine Beimischung von Kryptowährungen die Rendite eines klassischen 60/40-Portfolios erhöhen kann, während sich die Risikokennzahlen nur moderat verändern. Dies unterstreicht den möglichen Diversifikationseffekt innerhalb der Assetklasse und zeigt, wie Krypto als ergänzender Baustein im Portfolio eingesetzt werden kann.

Die Herausforderung: Direkter Zugang zu Altcoins

Trotz der zunehmenden Relevanz von Altcoins stehen viele Anleger vor praktischen Hürden. Die Einrichtung und Verwaltung von Wallets erfordert mitunter technisches Fachwissen und auch die Auswahl geeigneter Kryptobörsen kann aufwändig sein, da viele Coins nur auf bestimmten Handelsplätzen gelistet sind. Hinzu kommen weitere Aspekte wie Sicherheitsfragen (Private Keys, Hacks), sowie die steuerliche Komplexität von Kryptowährungen. Gerade für Anleger, die an klassische Wertpapierdepots gewöhnt sind, kann der direkte Einstieg in den Kryptomarkt daher aufwendig und abschreckend wirken.

Die Lösung: Zugang über Krypto-ETPs

Eine Alternative bieten sogenannte Krypto-ETPs (Exchange Traded Products). Diese ermöglichen es Anlegern, in Kryptowährungen zu investieren – ohne diese direkt kaufen oder verwahren zu müssen.

Die Vorteile:

  • Handel über regulierte Börsen,
  • Integration ins bestehende Depot,
  • kein eigenes Wallet notwendig,
  • vereinfachter Zugang zu verschiedenen Assets.

Damit schlagen Krypto-ETPs eine Brücke zwischen traditionellem Finanzmarkt und digitaler Assetklasse.

So können Altcoins ganz einfach in das eigene Portfolio integriert werden

Für Anleger, die gezielt in Altcoins investieren möchten, bietet der Anbieter CoinShares eine Reihe entsprechender ETP-Produkte.

Dazu zählen unter anderem:

Ein zusätzlicher Aspekt ist bei einigen Produkten die Integration von Staking. Dadurch können potenzielle Erträge generiert werden, die über die reine Kursentwicklung hinausgehen. Alternativ können Anleger auch auf eine Übersicht aller verfügbaren CoinShares-Produkte zurückgreifen, um sich ein breiteres Bild des Altcoin-Marktes zu verschaffen.

Altcoins als strategische Ergänzung – ein Blick über den Tellerrand

Bitcoin bleibt das Fundament des Kryptomarktes – daran besteht wenig Zweifel. Doch das Ökosystem hat sich längst weiterentwickelt. Altcoins eröffnen Zugang zu neuen Technologien, Anwendungen und Innovationsfeldern, die über die ursprüngliche Idee von Bitcoin hinausgehen. Für Anleger kann es daher sinnvoll sein Bitcoin als Basisinvestment zu nutzen und Altcoins gezielt als Ergänzung beizumischen. Daraus ergibt sich ein Satelliten-Portfolio, das die Chancen der Assetklasse Krypto in die Gesamtinvestmentstrategie integrieren kann.

Krypto-ETPs bieten dabei einen strukturierten und vergleichsweise einfachen Zugang zu diesem wachsenden Marktsegment. Am Ende geht es nicht um „Bitcoin oder Altcoins“ – sondern um die Frage, wie breit man sich innerhalb einer der dynamischsten Anlageklassen unserer Zeit aufstellen möchte.

Weitere Informationen zu Krypto-ETPs finden Sie direkt beim Anbieter.

* Disclaimer: Die Investment-Idee ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister CoinShares. Die Produktauswahl erfolgt allein durch den Dienstleister. Der Artikel ist von Alexander Mayer verfasst. Der Verfasser des Artikels versichert, dass dargestellte Inhalte unter Beachtung etwaig anwendbarer journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Dienstleister eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Prospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu bzw. entsprechende Veröffentlichungen für andere Produkte) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in genannte Finanzinstrumente. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an eine unabhängige Anlageempfehlung oder eine Anlagestrategieempfehlung.

Das könnte dich auch interessieren

Märkte heute
Hannover Rück stark, IREN mit KI-Schub, Rocket Lab hebt abgestern, 10:58 Uhr · onvista
onvista-Chefanalyst Martin Goersch
Kolumne von Alexander Mayer
Bitcoin vor Richtungsentscheidung am 200-Tage-Trend09. Mai · decentralist.de
Bitcoin
Kolumne von Heiko Böhmer
Markt-Update: Zwischen Korrektur – und ganz viel Emotion10. Mai · onvista-Partners
Das Straßenschild der Wall Street
Dax Tagesrückblick 07.05.2026
Dax rutscht wieder ab - 25.000er-Marke bleibt Hürde07. Mai · onvista
Dax Logo
Plus-Analysen
Warnung vor Crash-Gefahr
Wo Michael Burry Recht hatheute, 12:30 Uhr · onvista
Minimum Volatility
Ist dieser Index besser als der MSCI World?08. Mai · onvista
Dräger und Siemens Healthineers
Wieso Medizintechnik an der Börse so billig ist06. Mai · The Market