
München, 06. Mai (Reuters) - Continental wird auf dem Weg zum reinen Reifenkonzern profitabler, macht sich aber Sorgen um die teurer gewordenen Rohstoffe. Der Umsatz fiel nach dem Verkauf des Geschäfts mit Schlauchleitungen für die Autoindustrie (OES) um zehn Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, wie Continental am Mittwoch mitteilte. Der Verkaufsprozess für den Rest von ContiTech läuft schon. Bereinigt um die seit Februar nicht mehr bilanzierte OES trat Conti - wie von Analysten erwartet - auf der Stelle. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg um sechs Prozent auf 522 Millionen Euro und lag damit über den Analystenschätzungen. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) verbesserte sich auf 11,9 von 10,7 Prozent.
In den Ergebnissen spiegele sich die Konzentration auf margenstarke Produkte, Kostendisziplin und geringere Rohstoffkosten wider, sagte Finanzvorstand Roland Welzbacher. Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus hatte zuletzt aber viele Rohstoffe verteuert. Das werde sich bei Conti erst mit Verzögerung auswirken. "Wir analysieren und bewerten die Situation fortlaufend und ergreifen sofern erforderlich Maßnahmen zur Ergebnissicherung", kündigte Welzbacher an.
An den Erwartungen für das laufende Jahr ändere sich aber nichts: Der Umsatz soll zwischen 17,3 und 18,9 Milliarden Euro liegen, die bereinigte Ebit-Marge zwischen 11,0 und 12,5 Prozent.




